Hier darf die Kunst auch praktisch sein

Projekt Eine Bank aus Beton entsteht in Gemeinschaftsarbeit in Oederan

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Dorothea Linke und Siegrid Quednau (r.) sitzen nur fürs Foto auf der Bank. Gleich werden sie weitere Fliesen gestalten. Foto: Ulli Schubert

Oederan. Sie ist noch längst nicht fertig, aber schon mancher nutzt die Betonbank neben der Volkskunstschule für ein Päuschen. Die Bank, von der Firma Betonstein Flöha hergestellt, ist eines der Projekte im Jubiläumsjahr, dem Jahr des 50-jährigen Bestehens der Volkskunstschule also.

Das Vorhaben erscheint ein bisschen verzwickt. Zunächst ist da der Entwurf des Freiberger Künstlers Volker Träger, der beispielsweise die farbliche Gestaltung und die Form der Keramikfliesen entschied.

Mitmachen erwünscht

Diese mehr als 60 Fliesen aber werden von vielen Menschen gestaltet - allein 38 entstanden beim Treffen der ehemaligen und heutigen Teilnehmer an Kursen der VKS im März - und zwar ganz nach deren Vorstellungen. Gislinde Rudolph zum Beispiel hat Urenkelin Klara auf ihrer Fliese ein Denkmal gesetzt.

Das aber sieht man, wie andere Reliefs auch, erst dann, wenn man nahe herantritt. Schaut man von weitem, sieht man Volker Trägers Bild. Aber erst dann, wenn alle Fliesen auf der Bank kleben. "Dafür verwende ich einen Spezialfliesenkleber", erklärt Dorothea Linke, die für die Keramikwerkstatt verantwortlich ist und die einzelnen Fliesen lasiert und brennt.

Zuvor aber müssen alle Fliesen gestaltet werden. Wer dazu Lust hat, kann sich bei der Kurleiterin melden und am 16. Juni von 15 bis 18 Uhr ein oder mehrere Reliefs ganz individuell gestalten. Weitere Informationen unter 037292/5070.