Hilfe, die Schweden kommen!

Geschichte Vereine erinnern in Falkenau an den Dreißigjährigen Krieg

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Dieter Heinrich vom Historischen Verein Oederan wird ebenso wie die Hofdamen zum Biwak nach Falkenau kommen. Foto: Ulli Schubert

Falkenau. Am Freitag nächster Woche reiten sie ein: die Freiberger Miliz, der historische Verein Oederan, die Stadtwache Großenhain, die Feldwache Tilly, Johann Wolfs Regiment und die Wittstocker Musketiere.

Wobei das Reiten als Bild zu verstehen ist, denn heutzutage kommt man mit dem Auto. Auch die Mitglieder von Traditionsvereinen. Sie wollen Geschichte lebendig werden lassen und mit dem Biwak am Ferienhof in Falkenau an den Dreißigjährigen Krieg erinnern, der auch im Flöhaer Ortsteil wütete. Häuser und Güter wurden geplündert, Menschen gedemütigt und erschlagen.

Ab dem Nachmittag am 25. August wird es beim Aufbau des Feldlagers authentisch, versichert Mike Glöckner vom Heimatverein Falkenau, der als einer der Organisatoren viel Freizeit in die Vorbereitung des Biwaks steckte. Etwa 50 Mitglieder aus den verschiedenen Vereinen werden ihre Zelte aufbauen. Dann sind Besucher willkommen und auch deren Versorgung ist ab 15 Uhr gewährleistet."

Kampfpause ist gesetzlich vorgeschrieben

Genauso wie am 26. August, wenn ab 10 Uhr Gefechtslärm auf der Wiese ertönt. Es wird gefochten und aus Musketen, Kanonen und Mörsern geschossen. In der (gesetzlich vorgeschriebenen) Gefechtspause von 12 bis 14 Uhr hat der schwedische Feldmarschall Thorstensen sein Kommen angesagt. Auch sieben Hofdamen aus Dresden wollen sich das Ereignis nicht entgehen lassen. Danach treten die Akteure wieder in Aktion.

Am Sonntag ziehen die Truppen nach dem Frühstück weiter nach Zschopau, um dort am Festumzug bei der 725-Jahr-Feier teilzunehmen. Der Eintritt ins Schweden-Biwak ist für die Besucher frei.