Historische Verbindung ist wieder sicher nutzbar

Bobritzschbrücke in Falkenberg feierlich übergeben

Freiberg

Seit dem 6. Juni kann die Brücke über die Bobritzsch in Falkenberg wieder genutzt werden, am Donnerstag wurde sie nun offiziell und feierlich übergeben. Damit ist eine wichtige Verbindung im Ort zurück im Alltag angekommen und zugleich ein besonderes Stück regionaler Baugeschichte gesichert worden.

Sanierung war dringend notwendig

Die umfassende Instandsetzung der denkmalgeschützten Gewölbebrücke hatte am 25. August 2025 begonnen. Bereits seit Mai 2025 war das Bauwerk gesperrt, da erhebliche Schäden festgestellt worden waren. Neben einer starken Durchfeuchtung hatte auch ein Unfallschaden die Verkehrssicherheit beeinträchtigt. Aus sicherheitstechnischen und gesetzlichen Gründen war eine Sanierung deshalb unumgänglich.

Im Zuge der Arbeiten wurde das bestehende Mauerwerk verpresst, die Brücke abgedichtet und mit zwei neuen Kappen zum Schutz der Brüstungen versehen. Außerdem erhielt sie eine denkmalschutzgerechte Abdeckung der Brüstungsmauern mit Geländer. Die Kosten lagen bei rund 600.000 Euro.

Ein geringerer Teil konnte über die Versicherung des Unfallverursachers geregelt werden, den Großteil trugen Gemeinde und Landkreis.

Dank für gute Zusammenarbeit

Zur feierlichen Übergabe kamen unter anderem Landrat Sven Krüger, Halsbrückes Bürgermeister Sebastian Thümmler, Claudia Landgraf als Abteilungsleiterin Straßen beim Landratsamt, Steffen Braun vom Ingenieurbüro Jäger und Bothe als Planungsbüro, Dirk Berger von der Baufirma Berger aus Niederwiesa und Kollegen sowie Frank Plattner, der Straßenmeister des Landratsamts.

Landrat Krüger würdigte die kooperative Zusammenarbeit von Planungsbüro, Bauunternehmen und dem Team des Landratsamtes. Mit einem Lächeln machte er deutlich, dass ihm mit einem solchen Team an der Seite auch vor künftigen baulichen Aufgaben nicht bange sei.

Ob Brücken, Straßen oder Radwege, die anstehenden Planungen könne man gemeinsam mit Sachverstand, Verlässlichkeit und guter Abstimmung angehen.

Zugleich zeigte er sich dankbar, dass die jahrhundertealte Brücke nun wieder sicher genutzt werden kann. Das Bauwerk wurde bereits 1552 errichtet und erstmals 1994 saniert. Ursprünglich war die Brücke zweispurig angelegt. Im Zweiten Weltkrieg wurde jedoch ein Bogen gesprengt. Nach Kriegsende wurde nur eine Seite wieder aufgebaut, sodass die Brücke seither einspurig genutzt wird. Mit der erneuten Instandsetzung bleibt sie als historisches Zeugnis und praktische Verbindung für Falkenberg erhalten.

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