Historische Zeitreise im Hammertal

Denkmaltag Arbeitsgruppe hat umfangreiches Programm vorbereitet

Frankenberg. 

Frankenberg. Anlässlich des Tages des offenen Denkmals wendet sich die Arbeitsgruppe "Denkmaltag in Frankenberg" wieder einem bislang weitgehend unerforschten Kapitel der Stadtgeschichte zu. Im Mittelpunkt diesmal steht die bauliche und gestalterische Entwicklung von Sachsenstraße (vormals Reichsstraße, später Rudolf-Breitscheid-Straße) und Hammertal. Neben Wohnbauten der Gründerzeit sowie dem genossenschaftlichen Engagement im Bereich der sog. Papageiensiedlung dominierte vor Ort gewerbliche Betriebsamkeit - geprägt von Ziegeleien, zwei Walkmühlen, einem Hammerwerk sowie Werkstätten für Möbelfabrikation und Elektromechanik.

Geschichten sollen erstmals oder neu erzählt werden

Eine besondere Bedeutung für die Entwicklung des Viertels kam dem Zigarrenunternehmen "Buchheim & Richter" auf der Dr.-Bruno-Kochmann-Straße (früher Ziegelstraße) zu. Rund um Industrie, Handel und Siedlungsbau ranken sich eine Vielzahl von Geschichten, die zum "Tag des offenen Denkmals" erstmals oder neu erzählt werden sollen. Das Programm in Frankenberg umfasst wiederum zwei Tage. Am 8. September ist 19.30 Uhr im Foyer des Veranstaltungs- und Kulturzentrum "Stadtpark" ein Vortrag zur Geschichte von Hammertal und Sachsenstraße (mit zahlreichen unbekannten historischen Aufnahmen) zu sehen.

Am 9. September wird der "Frankenberger Denkmaltag" um 13.45 Uhr mit einem musikalischen Ständchen des Lützeltalchores auf dem Parkplatz am Stadtpark eröffnet. 14 und 16 Uhr beginnen hier Geschichtsführungen entlang der Sachsenstraße mit Innenbesichtigung ausgewählter denkmalgeschützter Objekte. Um 15 Uhr ist Start einer weiteren Führung im Hammertal. Schwerpunkt ist dabei die Siedlung des "Bau- und Sparvereines" (heute AWG). Für einen kleinen Imbiss (Kaffee und Kuchen) ist gesorgt.