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Historischer Besiedlungszug in Oederan

Tradition Kinder und Erwachsene reisen in der Zeit zurück

Oederan. 

Oederan. Es goss in Strömen und am Wald kam gar Nebel auf. Der Regen brachte viel Ruhe mit beim Ruhetag des Historischen Besiedlungszuges am Donnerstag im Oederaner Ortsteil Hartha. Thalea hatte ihre Freunde Bruno und Pauline, die in Zöblitz wohnt, zum Basteln ins Zelt eingeladen. Die Neunjährige aus Dresden ist zum dritten Mal dabei, Bruno aus Flöha erlebt den Besiedlungszug schon zum neunten Mal. "Ich war bereits im Alter von drei Monaten dabei", weiß er zu berichten.

Thaleas Oma ist seit 2007 ununterbrochen Teilnehmerin des Besiedlungszuges. "Mich hat das Hebammen-Buch von Sabine Ebert auf die Idee gebracht", verrät Bärbel Kirsch, die immer wieder gern ihren Arbeitsstuhl im Büro mit dem Siedlerleben tauscht. Gut findet sie, dass es mittlerweile ein Sonnensegel gibt und einen Caterer.

Die Geschichte wird nachempfunden

Der diesjährige Historische Besiedlungszug ist ein besonderer: Zum 25. Mal machte sich der Treck auf den Weg durch die Region, dieses Mal mit 170 Siedlern und 30 Kutschern. Mehr Gäste als in den Vorjahren waren dabei, denn so mancher, der früher einmal auf Tour ging, wollte auch beim von Lokator Michael Ehnert geführten sogenannten Silberzug dabei sein.

Am Abend an den Lagerfeuern dürfte so manche Geschichte von damals erzählt worden sein. Wie etwa zur 20. Auflage und der Leitung des langjährigen Lokators Franko Beck, als der Besiedlungszug bei der 825-Jahr-Feier in Frankenberg startete und am Ende von Otto von Wettin auf dem Domplatz in Meißen empfangen wurde. Der Verein "Historischer Besiedlungszug a.d. 1156", übrigens auch Mitbegründer des Mittelsächsischen Kultursommers, wurde nach Visionen des bereits 1996 verstorbenen Wolfgang Hunger im November 1994 von etwa 15 Mitgliedern gegründet.

Wie war das damals?

Sein Anliegen, beim Zug durch die Striegistäler mit allen Beteiligten die Geschichte der Besiedlung der Heimat nachzuempfinden und altes Brauchtum zu veranschaulichen, hat bis heute Bestand. Jedenfalls weithin. Dass so mancher mit dem Smartphone die Ereignisse dokumentiert, lässt sich kaum vermeiden.

"Wir achten aber darauf, dass niemand telefonierend durchs Lage läuft", so Ivan, den man auch vom Bleiberg kennt. Ob es am Sonntag im Ziel auf dem Seidelhof in Sachsenburg einen WM-Abend geben wird, war noch ungewiss. Am heutigen Samstag kann man die Siedler in Auerswalde besuchen.



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