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Hobby unter Zeitdruck

Vorgestellt Franz Lindenthal aus Cossen hat gleich mehrere zeitaufwändige Hobbys

Cossen/Lunzenau. 

"Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an". Diese Textzeile aus einem Song von Udo Jürgens ist aktueller denn je. Zumindest bei Franz Lindenthal, dem ehemaligen Lunzenauer Bürgermeister, der im Ortsteil Cossen lebt. "Bei mir reicht vorn und hinten die Zeit nicht", sagt er. Das sei bereits so gewesen als er noch Bürgermeister war, und habe sich bis heute nicht verändert. Nur, dass sich der Cossener heute mehr der Freizeitgestaltung und gemeinsam mit seiner Frau der Urlaubsvorbereitung und -auswertung widmet. Ein Hobby, das der 66-Jährige inzwischen schon fast professionell betreibt, ist das Schnitzen. "Seit etwa zehn Jahren befasse ich mich damit intensiver", erläutert er dazu. Er hat dafür extra beim Mittweidaer Holzkünstler Enrico Kletke einen Schnitzkurs belegt. Und seitdem treffen sich jährlich im Winterhalbjahr mehrere Gleichgesinnte zum Schnitzen. "Holz fasziniert mich einfach", gerät Lindenthal dabei richtig ins Schwärmen. Zwar wird meist mit Linde geschnitzt, doch auch andere Holzarten werden von ihm verwendet. "Ich experimentiere gern mit Holzmaserungen, wie sie beispielsweise bei Hölzern von Nadelbäumen vorkommen". Mit Fichtenholz hat Franz Lindenthal unter anderem einen etwa 30 Zentimeter großen Frauenakt geschnitzt, dessen Längsmaserung die schlanke Figur der Frau noch unterstützt. Motive seiner Schnitzarbeiten sind bisher hauptsächlich Figuren, wie Adler, Krähen und Bergleute sowie Weihnachtsfiguren. Gegenwärtig arbeitet er an einem Elefanten sowie einem Wildschwein. Lindenthal ist schon von den Vorarbeiten des Schnitzens begeistert. Später möchte sich der Cossener mal an einem Totempfahl versuchen... Neben dem Schnitzen hat es Lindenthal vor allem die Hausmusik angetan.



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