Hochschule lädt Bürger zum Diskutieren ein

Bürgerakademie Radeberger Dozent thematisiert Falschdenken im Informationszeitalter

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Heute Nachmittag sind erneut Mittweidaer aller Altersklassen zur Bürgerakademie der Hochschule eingeladen. Foto: Heldt/Archiv

Mittweida. Normalerweise unterrichtet die Hochschule Mittweida nur Studenten in den verschiedensten wissenschaftlichen Fachrichtungen. Heute Nachmittag wird dies jedoch einmal anders sein: Bei der sogenannten Bürgerakademie sind alle interessierten Mittweidaer herzlich zum Zuhören und Mitdiskutieren eingeladen. Und auch das Thema spricht diesmal nicht allein Studenten an.

Fake-News, Blogs im Internet und diverse "alternative Medien" klären die Menschen im Netz vermeintlich auf: Trotz unbegrenzten Zugang aller Bevölkerungsschichten zu Wissen und Informationen jeder Art, scheinen viele Menschen den "Falschen" zu vertrauen. "Das Falschdenkersyndrom - wie falsches Denken unser Leben beeinflusst und warum wir trotz Informationszeitalter falsch denken", heißt der Titel der Bürgerakademie. In den aktuell besorgniserregenden Zeiten von Kriegen, Umweltzerstörung, Flüchtlingsbewegungen und Terrorismus wächst die Macht der Populisten und des sogenannten Postfaktischen, meint Hans-Georg Hoyer. Der Radeberger Wissenschaftler ist der Referent der Bürgerakademie. Sein Vortrag ist am Mittwochnachmittag ab 15.30 Uhr zu hören, im Anschluss können die Teilnehmer im Hörsaal 5 des Gerhard-Neumann-Baus der Hochschule Mittweida an der Diskussion teilnehmen. Die Hochschule Mittweida bietet in Kooperation mit der "Bildungsakademie Mittweida e. V." und weiteren Partnern bereits seit einiger Zeit verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten für interessierte Bürger aller Altersgruppen und Studierende der Hochschule Mittweida an. Die nächste Bürgerakademie findet im neuen Jahr am 25. Januar zum Thema Elektromobilität statt.

Die Ringvorlesung ist ein Teil des Projektes "Lebenslanges Lernen" der Hochschule.