• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

Hochspannungsleitung wird erneuert

Bauvorhaben Alte Leitung mit 86 Masten wird ersetzt durch eine neue Leitung mit 30

Region . Die Landesdirektion Sachsen hat enviaM die Genehmigung zum Ersatzneubau der 110-kV-Hochspannungsleitung Eula - Oberelsdorf zwischen Bestandsmast 100 Nähe Geithain und dem Umspannwerk Oberelsdorf erteilt. Die Hochspannungsfreileitung stammt von 1926/27. Damals wurden die Masten auf Holzbohlen gegründet und die Verbindungen genietet. Diese Leitung kann den heutigen Anforderungen nicht mehr genügen und macht den Ersatzneubau der 110-kV-Leitung auch im letzten von insgesamt drei Bauabschnitten erforderlich.

Neue Trasse sorgt für eine kürzere Strecke

In diesem Abschnitt der Gesamtleitung von Eula nach Oberelsdorf wird allerdings die bestehende Trasse verlassen. Es erfolgt eine Bündelung zur Autobahn A 72 auf sehr viel kürzerer Strecke als zuvor. Diese Variante ist als die konfliktärmste aus dem Raumordnungsverfahren hervorgegangen. Der Ersatzneubau beginnt in Höhe des Bestandsmastes 100 mit dem neuen Mast 87 zwischen Geithain und Bruchheim und verläuft zirka 1,6 Kilometer in südliche Richtung über landwirtschaftliche Flächen. In Höhe Bruchheim trifft die Leitung auf die A 72 und wechselt auf deren westliche Seite. Nach zwei Mastfeldern wechselt sie nach Querung des Ossabachtälchens wiederum auf die östliche Seite der Autobahn, um dann östlich bis zur Überquerung der Bundesstraße 175 den Autobahnkorridor zu verlassen und zum Umspannwerk Oberelsdorf zu gelangen.

Nur noch ein reichliches Drittel der Masten

Die Neubauleitung ist 8,5 Kilometer lang. Sie besteht nur noch aus 30 Masten, die zwischen 20 und 39 Meter hoch sind. Die bestehende Leitung verfügt über 86 Masten. Die Neubauleitung soll wie die Bestandsleitung in der Bauform der drei Ebenen errichtet werden. Das heißt, sechs Leiterseile hängen in drei Ebenen und das Erdseil wird an der Mastspitze geführt. Als Ausgleich für den Eingriff des Neubauvorhabens werden die vorhandenen Leitungsteile vollständig zurückgebaut. Dadurch werden die teilweise in Natura 2000- Schutzgebieten liegenden Flächen und das Landschaftsbild aufgewertet. Als Ersatz für vorhandene Vogelnester auf Bestandsmasten werden Nisthilfen auf einigen neuen Masten angebracht.



Prospekte