Hörsaalkomplex entsteht in Freibergs Mitte

Neubau Grundsteinlegung im Schlossplatzquartier

Schließlich findet der Grundstein seinen Platz im Funament des neuen Hörsaales. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Es war auch so etwas wie Erleichterung zu spüren darüber, dass es endlich richtig losgeht mit dem Bau des Hörsaalkomplexes im Schlossplatzquartier der TU Bergakademie Freiberg. Zur Grundsteinlegung am Montag dieser Woche hatten sich Vertreter der Universität ebenso eingefunden wie von der Stadtspitze, aber auch der Landes- und Bundespolitik.

Seit dem Mittelalter wird hier Wissen vermittelt

Sachsens Finanzminister Georg Unland, früher selbst einmal Rektor der Ressourcenuniversität, erinnerte daran, dass nun ein wichtiger Baustein nach vielen Jahren der Vorbereitungen und Planungen vollendet werde. Und dies geschieht just an jener Stelle, von der einst im Mittelalter schon einmal Impulse der Bildung ausgingen, steht doch das Uni-Quartier an der Stelle, wo sich damals ein Kloster befand, in welchem im 14. Jahrhundert der Philosoph, Theologe und Physiker Dietrich von Freiberg lehrte.

Nun werden hier Wirtschaftswissenschaften und Mathematik vermittelt. "Doch bis es dazu kommen konnte, gab es viele Diskussionen", räumt Unland ein. "Erst sollte hier sogar ein Parkhaus entstehen." Nun ist es jedoch nicht mehr weit zu einer weiteren Vervollständigung des Wissenschaftskorridors zwischen Campus und Altstadt.

Weitere Umbauten sollen folgen

10 Millionen Euro kostet dieser zweite Bauabschnitt des Schlossplatzquartiers. Doch bleibt dies nicht die einzige Baustelle der Bergakademie. Noch in diesem Jahr beginnen die Arbeiten für ein neues Forschungszentrum und die Uni-Bibliothek auf dem Messeplatz. 2019 soll der Hörsaal fertig sein.

"Vielleicht ist dann die Gelegenheit, mit einer Namensgebung für das Gebäude an Dietrich von Freiberg zu erinnern", schlug Klaus-Dieter Barbknecht, Rektor der TU Bergakademie vor. Auch sei dann eines der bedeutendsten Freiberger Studenten zu gedenken, nämlich Alexander von Humboldt.