Hoffen auf einen milden Winter

Bilanz Straßenzustand in Mittelsachsen

Insgesamt, so bilanziert der 1. Beigeordnete des Landkreises Mittelsachsen, Lothar Beier, habe man beim Straßenbau ein erfolgreiches Jahr 2015 hinter sich. "Straßen sind die Lebensadern unserer Infrastruktur", stellte er fest. Mag auch die Einführung der Doppik Schwierigkeiten bereitet haben, in manchen Punkten war sie hilfreich. "Bei den Straßen beispielsweise führte sie zu einer Art Inventur", erläuterte Beier. "Dabei ging es dann nach klaren Zustandsnoten." Diese helfen nun, Prioritäten zu setzen. Bei der Finanzierung der notwendigen Maßnahmen habe der Hochwasserausgleich und auch der Winterschadensausgleich sehr geholfen, gibt der verantwortliche Beigeordnete zu. "Auch beim Winterdienst konnte in letzter Zeit viel eingespart werden", sagt er. "Und wir hoffen ein wenig auf einen milden Winter in den nächsten Monaten." 34 Maßnahmen konnten 2015 beim Straßenbau abgeschlossen werden. Erst kürzlich wurde die Straße durch Voigtsdorf wieder offiziell für den Verkehr freigegeben werden, nach immerhin eineinhalb Jahren Bauzeit. "Das waren gute Projekte, bei denen viele Dinge ineinander griffen", führt Lothar Beier aus. "Beispielsweise konnten Brücken saniert werden, auch die Zusammenarbeit mit den Wasserzweckverbänden lief gut." Im nächsten Jahr habe weiterhin die Beseitigung von Hochwasserschäden absolute Priorität. Das Investitionsvolumen lag 2015 auf diesem Gebiet bei 6,5 Millionen Euro, bei den Winterschäden bei 2,8 Millionen Euro. Baumaßnahmen, welche über das Förderprogramm "kommunaler Straßen- und Brückenbau" und der "Gemeinschaftsaufgabe Förderung regionaler Wirtschaftskultur" realisiert wurden, benötigten 4 Millionen Euro. "Man müsste noch mehr tun", so Beier. Angesichts der finanziellen Möglichkeiten könne man aber insgesamt zufrieden sein.