Holzmechaniker/-innen rüsten sich für die Zukunft

Modernisierung Neue Technik verändert Berufsbild und Arbeit

Weit mehr als Säge und Schleifpapier: Neue Techniken der elektronischen Steuerung und Montage in der Holzverarbeitung für Innenausbauten verändern ebenso wie gestiegene Ansprüche bei individuellen Aufträgen den Ausbildungsberuf für Holzmechaniker/-innen. So erfordert insbesondere der Kundenwunsch, Aufträge vom Entwurf über die Fertigung bis zur Montage aus einer Hand realisiert zu bekommen, veränderte Kompetenzen. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat daher im Auftrag der Bundesregierung gemeinsam mit den Sozialpartnern und Sachverständigen aus der betrieblichen Praxis die Berufsausbildung für Holzmechaniker/-innen modernisiert. Neben den Fachrichtungen "Herstellen von Möbeln und Innenausbauten" und "Herstellen von Bauelementen, Holzpackmitteln und Rahmen" gibt es nun mit dem "Montieren von Innenausbauten und Bauelementen" eine neue dritte Fachrichtung.

In den ersten zwei Jahren erwerben die Auszubildenden gemeinsam grundlegende Fachkompetenzen, wie z. B. pneumatische, hydraulische, elektrische und elektrotechnische Steuer- und Regeleinrichtungen einstellen und bedienen, Schablonen, Lehren und Vorrichtungen anfertigen, einsetzen und in Stand halten, Holz-, Holzwerk- und sonstige Werkstoffe manuell und maschinell be- und verarbeiten, Teile zusammenbauen, montieren und demontieren, Oberflächen behandeln und Produkte für den Versand vorbereiten. Im letzten Jahr der Ausbildung erfolgt dann die Aufteilung in eine der drei Fachrichtungen.

Mit dem Angebot einer Zusatzqualifikation "CAD/CNC-Technik Holz" berücksichtigt die modernisierte Ausbildungsordnung neue und zukunftsorientierte Technologien der Computersteuerung im Produktionsablauf. Im Anschluss an die Ausbildung stehen verschiedene Aufstiegsmöglichkeiten offen, so beispielsweise zum/zur staatlich geprüften Techniker/-in der einschlägigen Fachrichtung oder zum/zur Industriemeister/-in - Fachrichtung Holz. bibb