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Honig gibt es genug

Natur Mehr Bienen durch milden Winter

Limbach-Oberfrohna. 

Der milde Winter in diesem Jahr hat besonders Auswirkungen auf die Natur und bestimmte tierische Lebewesen. Dadurch, dass es keine langen Frostperioden gab, haben zum Beispiel mehr Bienenvölker in Limbach-Oberfrohna überlebt. "In üblichen Wintern schaffen es drei bis fünf Prozent der Bienenvölker nicht über die kalte Jahreszeit. Das ist diesmal natürlich anders", informiert Jens Dittrich, Vorsitzender des Imkervereins Limbach-Oberfrohna. Die milden Temperaturen seien beste Voraussetzungen dafür, dass es mehr Bienen und damit auch mehr Honig in diesem Jahr gebe.

Etwa 600 bis 800 Bienenvölker - zu einem Volk gehören im Sommer um die 60.000 summende Insekten - zählt Dittrich in Limbach-Oberfrohna und Umgebung. Die landwirtschaftlichen Monokulturen, die in unserer Zeit herrschen, seien zwar per se nicht gut für die Bienen. "Aber da unsere Züchter zum großen Teil stadtnah wohnen, geben sie den Tieren damit die Möglichkeit, in Kleingärten oder auf Balkons zu fliegen. Da gibt es dann noch genügend Pflanzen für die Bestäubung", so der Imker-Chef weiter.

48 Mitglieder zählt sein Verein. Auch viele Frauen seien dem Hobby verfallen. Wer sich mit dem Gedanken trägt, selbst das Imkern zu beginnen, der sollte sich zunächst einen erfahrenen Paten suchen, der einem nützliche Tipps in der Anfangszeit gibt. Zudem finden im Frühling spezielle Seminare des Deutschen Imkerbundes sowie des Sächsischen Landesverbandes der Imker statt, die in die Biologie der Tiere einführen. Einmal im Monat treffen sich die Mitglieder des Limbacher Imkervereins in der Gaststätte Wartburg. "Interessenten sind in jedem Fall willkommen. Beim Imkern kann man die Natur ganz neu kennenlernen", erzählt Jens Dittrich.