Hortkinder erleben was

Projekt Schüler lernen Bräuche und Speisen anderer Länder kennen

Die Hortkinder hatten letzte Woche nicht nur einen Vorlesetag in der Erich Kästner Grundschule gleichzeitig griffen die Erzieherinnen das Thema Flüchtlinge beziehungsweise Kinder aus anderen Ländern auf und veranstalteten einen "Interkulturellen Tag". "In unserer Schule lernen Kinder aus Rumänien, Bulgarien, Russland und Indien sie erhalten in Vorbereitungsklassen Deutsch als Zweitsprache (DaZ). Deren Eltern brachten Speisen, Getränke und landestypische Sachen mit um ihre Länder den anderen Kindern vorzustellen. Die gute Beteiligung hat uns überrascht", berichtet Hortleiterin Doris Pester. Während im Obergeschoss abwechselnd die Kinder der Buchlesung durch die Leiterin der Stadtbibliothek Antje Grabner lauschten, gab es im Speiseraum und in verschiedenen Zimmer unterschiedliche Angebote. Im Bauzimmer konnten zum Beispiel Gebäude wie der Eifelturm, eine Pyramide oder ein Kolosseum aus Bausteinen nachgebaut werden. In einem Städteqiuz war Wissen aus der ganzen Welt gefragt. Irina Zeiser, die seit 11 Jahre in Penig lebt und am Gymnasium Waldenburg unterrichtet, bastelte in einem anderen Raum mit den Kindern Matroschkas. Die Puppe ist das bekannteste russische Souvenir. "Meine Tochter lernt in der 2. Klasse und mein Sohn wird nächstes Jahr hier eingeschult.

Es macht mir Spaß mich in dieses Projekt einzubringen", erklärt die Russin. Alexander Dimitrovi brachte seine Frau Tanja mit, die als Ärztin im Chemnitzer Krankenhaus arbeitet und seinen Sohn. Sie zeigten einen beliebten Folkloretanz den interessierten Schülern, die die Schritte auch gern ausprobieren wollten. Der bulgarische Tanzlehrer ist schon bekannt in der Schule, unterrichtet er doch im Rahmen des Ganztagsangebotes. "Da steht aber keine Folklore sondern Hipp Hopp oder Rock auf dem Programm", sagt der Bulgare, der auch in Burgstädt und Hartmannsdorf unterrichtet. Im Speiseraum gab es darüber hinaus eine riesige Auswahl an süßen und deftigen Leckereien. Marina Lackmann brachte beispielsweise Pelmeni, gefüllte Teigtaschen mit Fleisch oder Quark mit. Sie kommt aus dem Nordkaukasus und lebt seit 2004 in Penig.