HSG Freiberg beendet Saison mit Heimsieg

Handball Am Samstag gab es Abschiedsschmerz

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HSG Freiberg - HC Glauchau Meerane. Felix Lehmann (l.) und Florian Wunderwald (r.). Foto Marcel Schlenkrich

Freiberg. Die Handballer der HSG Freiberg haben in der Mitteldeutschen Oberliga die Saison mit einem Sieg beendet. Das Team von Trainer Anel Mahmutefendic bezwang den HC Glauchau/Meerane vor ausverkauftem Haus 27:21 (16:14) und landete in der Endabrechnung mit 28:28 Punkten auf dem 9. Rang.

Ein Hauch Abschiedsschmerz

Getrübte Stimmung herrschte trotz des sportlichen Erfolgs, weil viele Akteure, darunter der zum Finale noch einmal gut aufgelegte Torwart Damian Kowalczyk, Kevin Elsässer oder Florian Wunderwald sowie Trainer Mahmutefendic, die Mannschaft verlassen. Doch in den letzten 60 Saison-Minuten war zunächst nichts von Abschiedsschmerz zu merken.

Zwar war der sportliche Wert der Partie durchaus limitiert,denn für beide Teams ging es vor dem Abpfiff weder um den Klassenerhalt, noch um die Meisterschaft. Folglich mobilisierten beide Seiten nicht mehr die allerletzten Reserven.

Ein Kindergeburtstag war das Match dann aber trotzdem nicht. Die Zuschauer bekamen noch einmal eine ordentlich gewürzte Handballkost serviert. Zunächst dauerte es jedoch etwas, bis die Partie so richtig Fahrt aufnahm. "Alle wussten, dass es sportlich um nichts mehr ging und ein paar Abschiede anstanden. Deshalb haben wir vielleicht das Match auch etwas nervös begonnen", vermutete Mahmutefendic. Marko Cingel traf nach 5 Minuten zum 3:3.

Die erste Halbzeit

Mitte der ersten Hälfte stand es 7:7. Dann war es einem Doppelschlag von Nico Werner zu verdanken, dass die Hausherren auf 10:8 davon zuzogen, außerdem parierte HSG-Torhüter Tino Hensel nun mehrere Bälle in großer Manier. Kurz vor der Pause donnerte der agile Kreisspieler Felix Lehmann das Spielgerät zum 16:13 in die Maschen des gegnerischen Tores.

Doch kurz nach dem Seitenwechsel war erst einmal Schluß mit lustig - die Gäste glichen in der 34. Minute zum 16:16 aus. Dann sorgten Peter Deli, der ebenfalls nach dem Abpfiff sein Abschiedsgeschenk überreicht bekam, sowie Wunderwald für das 21:18 (42. Minute).

Die zweite Halbzeit

Doch in den kommenden Minuten verkam das Match vorübergehend zu einem ungeordneten Saison-Kehraus, beide Seiten veranstalteten ein regelrechtes Fehler-Festival. So dauerte es bis zur 48. Minute,bis Nico Werner einen Siebenmeter zum 22:18 einstanzte. Als Lehmann dann wieder wie das warme Messer durch die Butter am Kreis den gegnerischen Abwehrspielern entglitt und zum 24:19 traf, hatte es der gegnerische Torwart Ludek Kylisek satt und ließ sich zwecks Frustbewältigung in der Kühlbox auswechseln.

Als Nico Werner sieben Minuten vor Ultimo auf 26:19 erhöhte, waren die Fronten endgültig vorzeitig geklärt. Den letzten Freiberger Treffer zum 27:20 besorgte dann Jens Tieken. "Letztlich war es ein umkämpftes Spiel, in dem die Glauchauer nie aufgegeben haben. Es war aus meiner Sicht ein gutes Spiel, mit dem wir uns in Ruhe in die Sommerpause verabschieden können", analysierte der fünffache Torschütze.

Auch sein Trainer freute sich über den erfolgreichen Ausgang des Spiels. "Natürlich kann ich nach einem Sieg mit einem guten Gefühl das Kapitel in Freiberg abschließen. Doch in der Endabrechnung hätten es durchaus ein paar Punkte mehr sein können", sagte Mahmutefendic. Er habe das Spielsystem mit seinem Amtsantritt geändert und die Truppe sich nach anfänglichen Schwierigkeiten entwickelt. Jetzt steht für das Team die Punktspielpause an.

Statistik

HSG Freiberg: Hensel, Kowalczyk,Koch , C. Werner, Wunderwald (3), Lehmann (3), Schettler (1), Neumann (4), Richter, Deli (3), Lehnert, Cingel (1), Tieken (5), N. Werner (7)

Strafminuten

HSG : 4, HC: 6, Siebenmeter: HSG: 3/3, HC: 2/2