HSG wirft sich weiter nach oben

Handball Beinahe hätte sich Freiberg die Punkte teilen müssen

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Nico Werner am BallFoto: Marcel Schlenkrich

Freiberg. Für die Handballer der HSG Freiberg geht es in der Mitteldeutschen Handball-Oberliga weiter nach oben. Das Team von Trainer Anel Mahmutefendic gewann am Samstag vor 520 Zuschauern in der heimischen Ernst-Grube-Halle gegen den USV Halle 30:29 (16:11) und kletterte mit 23:23 Punkten auf den 9. Tabellenplatz. Nico Werner war mit zehn Toren der erfolgreichste Freiberger Werfer.

Ein schwerer Start für beide Teams

Beide Teams fanden schwer ins Spiel, nach 10 Minuten stand es 2:2. Nachdem Mitte der ersten Hälfte beide Seiten je 5 Tore markiert hatten, legte Freiberg einen Zwischenspurt ein. In der Abwehr zeigten sich die HSG-Spieler nun hellwach und nutzen im Angriff die sich bietenden Chancen. So wuchs der Vorsprung von 10:8 (23. Minute) auf 16:10 kurz vor der Pause an.

Nach Wiederanpfiff erhöhte Jens Tieken zwar schnell auf 17:11, doch dann kam Sand in das Freiberger Getriebe. Den Würfen und Defensivaktionen fehlte es jetzt oft an der notwendigen Präzision. "Halle hatte die Abwehr umgestellt und agierte nun offensiver. Damit hatten wir unsere Probleme", wusste Mahmutefendic den Hauptgrund dafür, warum es wieder eng wurde. Insbesondere Nico Werner war es zu verdanken, dass die HSG vorn blieb (22:19/44.).

Zwar bekam er dann von Halle eine Sonderbewachung verpasst, doch zum Glück pariert der mittlerweile für Damian Kowalczyk eingewechselte Tino Hensel im Tor zahlreiche Bälle, sodass zunächst nichts anbrannte (25:21/50.). Doch nur zwei Minuten markierte Halle den Anschluss (24:25). Eric Neumann brachte die HSG 29:27 nach vorn (59.). Die Gäste gingen nun zur Manndeckung über und provozierten in den Freiberger Reihen technische Fehler.

Entscheidende Aktion in letzter Minute

Eine halbe Minute vor dem Abpfiff hatte der USV schon eine Hand an der Punkteteilung (29:29). Doch wenige Augenblicke vor der Schlusssirene versenkte Felix Lehmann den Ball zum umjubelten 30:29 - Siegtreffer im gegnerischen Kasten.

"Es spricht für uns, dass wir in der Rückrunde solche Spiele gewinnen. Jetzt können wir endlich ganz vorsichtig nach oben schauen, Platz 5 ist wieder in Reichweite", zeigte sich der Coach optimistisch.