Hund attackiert Zweijährige

Polizei Fremdenfeindliches Motiv kann nicht ausgeschlossen werden

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Foto: Thomas Schmotz

Freiberg. Am Samstagabend soll ein unangeleinter Hund und seine Besitzerin einen 23-Jährigen und ein zweijähriges Mädchen attackiert haben.

Laut Angaben der Polizeidirektion Chemnitz saß das Mädchen zusammen mit dem Mann vor einem Mehrfamilienhaus in der Karl-Kegel-Straße, als gegen 19:40 Uhr ein mittelgroßer Hund auf sie zulief.

Nachdem der Hund begonnen hatte, die beiden zu attackieren, sei auch die Hundehalterin auf den 23-Jährigen losgegangen. Anschließend floh sie zusammen mit ihrem Vierbeiner vom Tatort.

Der Hund biss nicht zu, sodass das Kind und der Mann körperlich unverletzt blieben. Die Rettungskräfte mussten das Mädchen jedoch vor Ort psychologisch betreuen.

Hintergründe der Tat noch ungeklärt

Die Beamten konnten eine 30-Jährige als die gesuchte Hundebesitzerin identifizieren. Gegen die Frau wird nun wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung ermittelt.

Bei den Opfern der Attacke handelt es sich um afrikanische Staatsbürger, sodass nach Angaben der Polizei ein fremdenfeindliches Motiv nicht ausgeschlossen werden kann. Mögliche Tathintergründe werden derzeit durch die Chemnitzer Kriminalpolizei geprüft.

Zeugen werden gebeten, sich telefonisch (03731/700) beim Polizeirevier Freiberg zu melden.