Ihr Überleben soll gesichert werden

Natur Kröten, Frösche und Molche gehen auf Wanderschaft

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Aus den Fangeimern werden die Amphibien durch die ehrenamtlichen Helfer befreit und auf die andere Straßenseite gebracht.Foto: Andrea Funke/Archiv

Der Winter hat sich mit etwas Schnee verabschiedet und in den kommenden Tagen klettern die Temperaturen. Wetterexperten erwarten keinen Frost mehr.

Somit startet die untere Naturschutzbehörde mit ihrer Umweltwerkstatt, sowie ehrenamtliche Helfer und Naturschutzverbände ab sofort mit dem Aufbau der mobilen Amphibienschutzanlagen. Es ist wieder soweit und die Kröten, Frösche und Molche werden ihre Winterschlafquartiere verlassen und sich auf Wanderschaft zu ihren Laichgewässern begeben. Nach ihrem Winterschlaf steuern diese immer wieder jene Tümpel, Teiche und Wasserlachen an, in denen sie selbst als Kaulquappen und Larven schlüpften.

Leitungen an Konfliktpunkten eingerichtet

Auf diesem Weg müssen die Amphibien oft verkehrsreiche Straßen überqueren und das endet für viele Tiere tödlich. Um dies zu verhindern, wurden bereits an vielen Hauptkonfliktstellen stationäre Amphibienleiteinrichtungen errichtet. Zusätzlich werden an zirka 28 Konfliktpunkten mobile Leiteinrichtungen errichtet. "Nur durch den Einsatz der ehrenamtlichen Helfer war es möglich, dass im Landkreis Mittelsachsen in den vergangenen Jahren tausende Amphibien vor dem sicheren Straßentod gerettet werden konnten. Allein im letzten Jahr waren es über 15.630 Exemplare. Die Tiere werden am Straßenrand in Fangeimer verbracht und über die Straße getragen", erklärt Udo Seifert, Referatsleiter Naturschutz und Landwirtschaft. Außerdem werden dabei Anzahl und Arten protokolliert, um aktuelle Informationen zu den Vorkommen zu erhalten.

Autofahrer zur Vorsicht gebeten

Die ehrenamtlichen Helfer sind täglich in den Morgen- und Abendstunden unterwegs. Deshalb werden Autofahrer in den gekennzeichneten Bereichen zu besonderer Vorsicht gebeten. Mobile Amphibienleiteinrichtungen werden unter anderem im Weißbachtal, zwischen Marbach und Grünhainichen, Ortseingang von Königshain und Ortsausgang Erlau, zwischen Höfchen und Kriebstein, im Bereich Nieder- und Oberelsdorf, in Geringswalde, Ortsausgang Sachsenburg, Bürgerwald in Richtung Rossau, Mutzscheroda und in Chursdorf in Richtung Helsdorf aufgebaut. #

Diese werden durch Kommunen, Naturstationen und ehrenamtlichen Helfern sowie dem Landkreis und den Naturschutzbund Freiberg betreut.