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Im früheren KZ Sachsenburg soll eine Gedenkstätte entstehen

Erinnerung Stadtrat stimmt einstimmig für Konzept

Frankenberg/Sachsenburg. 

Frankenberg/Sachsenburg. Einstimmig hat der Frankenberger Stadtrat dem Vorschlag der Verwaltung zugestimmt, auf dem Gelände der ehemaligen Zwirnerei in Sachsenburg die Gedenkstätte "Frühes KZ-Sachsenburg" zu errichten.

Die Arbeitsgrundlage für den Aufbau der Gedenkstätte ist das "Konzept für die zukünftige Gedenkstätte frühes Konzentrationslager Sachsenburg" von Anna Schüller vom Oktober 2017. In diesem sind unterschiedliche Varianten zur Mahnung und Erinnerung aufgezeigt, über die der Stadtrat zu entscheiden hatte. Die zentrale Ausstellung der Gedenkstätte wird im ehemaligen Zellengebäude errichtet.

"Pfad der Erinnerung"

Insgesamt stehen hier 187 Quadratmeter mit zehn Räumen im ersten Obergeschoss zur Verfügung. Zudem kann der Dachboden mit einbezogen werden, der 145 Quadratmeter umfasst. Im Außenraum soll ein "Pfad der Erinnerung" etabliert werden. Hierbei handelt es sich um Hinweistafeln, welche an verschiedenen Orten auf dem Gelände und in der Stadt aufgestellt werden.

Bereits im Januar 2018 hat die Stiftung Sächsische Gedenkstätten eine Projektförderung in Höhe von bis zu 85.000 Euro bestätigt. Auch zum Erhalt der Fabrikantenvilla wurde ein Kompromiss gefunden. Die Grundmauern der baufällige Villa bleiben erhalten. Somit kann das historische Ensemble erhalten werden. Durch die Stadtverwaltung sind nunmehr Fördermittel bei Bund und Freistaat zu beantragen, damit das Projekt verwirklicht werden kann. In den Jahren von 1933 bis 1937 befand sich in der ehemaligen Zwirnerei Sachsenburg das bedeutendste frühe KZ in Sachsen.



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