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Im Kostüm durch das Museum

Freizeit Christina Ludwig schlüpft in die Rolle von Maria Elisabeth Linck

Eine Premiere gibt es am Samstag zur Nacht der Schlösser in Waldenburg: Die Besucher können erstmals an Kostümführungen durch das Naturalienkabinett teilnehmen. Museumsleiterin Christina Ludwig schlüpft dabei in die Rolle von Maria Elisabeth Linck. Sie war die Ehefrau von Johann Heinrich Linck (der Ältere, 1674 bis 1734), der mit seiner Familie für den Aufbau der Sammlung verantwortlich ist.

Die Idee zur Kostümführung entstand bei der Recherche im Depot des Museums. Dort wurde ein Mitte des 18. Jahrhunderts entstandenes Foto von Maria Elisabeth Linck entdeckt. "Nach dem Tod ihres Ehemannes hat sie mindestens 20 Jahre viel Zeit und Energie in die Sammlung gesteckt", sagt Christina Ludwig. Die Leiterin des Museums macht deutlich, dass die Familie von Maria Elisabeth Linck eine interessante Geschichte hat. Ihr Vater war Hofjuwelier in Dresden. Sie musste allerdings auch den frühen Tod von drei Kindern verkraften. "Es gibt also viele interessante Dinge rund um Maria Elisabeth Linck zu berichten", sagt Christina Ludwig, die einerseits Interessantes zur Familie berichtet und anderseits auch ungewöhnliche Einblicke in das Naturalienkabinett ermöglicht.

Die Museumschefin macht deutlich, dass sie bei der noch nicht abgeschlossenen Suche nach einem zeitgenössischem Kostüm auch zu Kompromissen bereit ist: "Die Authentizität soll vor allem über die Information und nicht ausschließlich über das Outfit erreicht werden." Die Kostümführung beginnt 18.30 Uhr. Sie soll zwischen 45 und 60 Minuten dauern. Bei einem großen Ansturm finden zwei Durchgänge statt.

In der Vergangenheit hat in Waldenburg schon Alexandra Thümmler, Mitglied im Vorstand des Geschichtsvereins, schon Kostümführungen im Schloss und im Grünfelder Park organisiert. Thümmler: "Ich bin selbst schon gespannt, wie die Führungen durch das Naturalienkabinett aufgebaut sind."



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