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Im März 2020 soll die Drahtseilbahn wieder fahren

sanierung Schweizer Experten helfen die Augustusburger Drahtseilbahn fit zu machen

Augustusburg/Uetendorf. 

Augustusburg/Uetendorf. Seit September 2019 ist der Fahrbetrieb der Drahtseilbahn, die seit 1911 zwischen Erdmannsdorf und Augustusburg pendelt, eingestellt. Grund dafür sind umfangreiche Sanierungsarbeiten. So werden derzeit nicht nur die beiden Wagen, sondern auch das Gleisbett grundlegend erneuert. Die Wiederinbetriebnahme ist für den 21. März 2020 vorgesehen. "Die 1.239 Meter lange Strecke zwischen Berg- und Talstation ist fertig saniert", sagt Tino Groß. Von den 1.575 Schwellen wurden 150 ausgetauscht. "Wir liegen im Zeit und Kostenplan", bestätigte der Teamleiter der Drahtseilbahn. Insgesamt lässt sich der Betreiber, der Verkehrsverbund Mittelsachsen, die Investition rund 2 Millionen Euro kosten.

 

Sicherheit geht vor Schnelligkeit

Während die zwei Waggons in Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) neu aufgebaut werden, erfolgt die komplette Überarbeitung der Fahrwerke bei der Garaventa AG in Uetendorf/Schweiz. In den vergangenen Wochen investierten die Experten mehrere Hundert Stunden, damit die Einzelteile des Fahrwerks in neuem Glanz erstrahlen. Wir haben nach der Anlieferung zunächst alle Teile einer Sichtkontrolle unterzogen, danach sämtliche Baugruppen komplett zerlegt, gereinigt und sandgestrahlt. Dabei wurden defekte Teile oder Komponenten, die ihre Verschleißgrenze erreicht haben, ausgetauscht", sagt Adrian Gutknecht, der im Unternehmen als Projektleiter Service und Unterhalt tätig ist. Dafür wurden entweder Maschinenteile bei Garaventa in der eigenen Fertigung neu produziert oder beschafft. Dabei findet jeder Handgriff unter der Prämisse statt, dass Sicherheit vor Schnelligkeit geht. So zeigt Gutknecht zum Beispiel auf ein schwarz-glänzendes Fahr- und Bremswerk, dass im Falle eines Seilrisses und Hydraulikausfalls die Augustusburger Bahn auf mechanischem Weg zum stoppen bringen würde. Um im Rahmen der Material - und Toleranzprüfungen absolut nichts dem Zufall zu überlassen, werden stets verschiedene Varianten, wie zum Beispiel magnet- induktive Verfahren, angewendet."Bei uns sind Fachleute angestellt, die ein gutes Team bilden", sagt Gutknecht, während er durch die Fabrikhalle läuft, die erst 2015 fertig gestellt wurde und etwas größer als ein Fußballfeld ist.

Am 2. Dezember werden die Fahrwerke per LKW in der Schweiz abgeholt und nach Güstrow geschafft. Dort findet ab dem 9. Dezember der Zusammenbau der beiden Wagen statt.



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