Im Schatten des Freiberger Bergbaus

Publikation Alexander Weinhold veröffentlicht neues Buch

Fast acht Jahre lang beschäftigte sich Alexander Weinhold mit dem Thema seines neuesten Buches. Nun ist die Arbeit vollbracht. "Bergbau Börnichen" ist der schlichte Titel dieser insgesamt fünften Publikation Weinholds, die sich mit dem eher unbekannten Bergbau im Erzgebirge beschäftigt. "Der historische Freiberger Bergbau überstrahlte die Tätigkeit zahlreicher Gruben in den Randzonen des Reviers", erklärt er. Doch sind es auch die Geschichten, die sich um die weniger bekannten Gruben und Gänge ranken, welche erzählenswert sind und bewahrt werden müssen. Ende der 1960er Jahre kam der gebürtige Pirnaer Alexander Weinhold (72) als wissenschaftlicher Mitarbeiter nach Freiberg an das Institut für Nichteisen-Metallurgie. Mitte der 90er verlor er seine Arbeit und kam über Umwege an die Niedere Ratsmühle in Tuttendorf. "Das interessierte mich sofort", erzählt er heute. "Und ich wollte alles darüber sammeln, damit es bewahrt bleibt. Zu viel wird vergessen, wenn nicht jemand sich darum kümmert." So entstand die erste jener mittlerweile bekannten beigen Broschüren, in denen Weinhold akribisch auflistet, was zu den jeweiligen Gruben, Gängen oder Schächten bekannt ist. Die gewohnte Genauigkeit wird der interessierte Leser auch in "Bergbau Börnichen" nicht vermissen. Lage und Verbreitung sind hier ebenso verzeichnet wie die Geschichte und die ökonomischen Grundlagen. Ab der kommenden Woche ist das Buch erhältlich. Wer keine Möglichkeit hat, es im Geschäft zu erwerben, kann es direkt über den Autor beziehen. Anruf unter 0163/2328499.