Imker sind so fleißig wie die Bienen

Ehrenamt Vereine geben neuen Interessenten wertvolle Tipps mit auf den Weg

Gahlenz. 

Gahlenz. Die Imkerei hat in den vergangenen Jahren stark an Zuwendung gewonnen. Vielerorts, nicht zuletzt in den großen Städten, machen sich Hobbyimker ans Werk. Aber auch auf dem Land wächst das Interesse zusehends, wie der Vorsitzende des Imkervereins Eppendorf-Gahlenz bestätigen kann. "Bei uns ist die Mitgliederzahl von rund einem Dutzend in den vergangenen Jahren auf 29 Imker gestiegen", erklärte Christoph Eckardt. Unter ihnen sind auch sieben Frauen.

Jede Menge Infos rund um die Biene

Wie Babette Pryzbyla aus Leubsdorf und Kristina Grünzig aus Kleinhartmannsdorf, die sechs beziehungsweise fünf Bienenstöcke bewirtschaften. Babette Pryzbyla hatte Töchterchen Aliz und viele kleine Löffel beim Themensonntag dabei, denn die Damen verführten die Besucher zum Naschen, um verschiedene Honigsorten zu vergleichen.

Und natürlich hatten sie auch jede Menge Informationen parat, nicht nur zu Geschmacksrichtungen und Zusammensetzung des Honigs. Es mache beispielsweise viel Spaß und sei sehr interessant zu beobachten, wie sich die Bienen blaue Köpfchen holen beim Stopfen der Wabe nach dem Einholen der Tracht von den Phacelia-Blüten, erzählte Kristina Grünzig.

Zur Einbalsamierung von Mumien genutzt

Aber auch andere Bienen-Erzeugnisse wie Propolis wurden zum Themensonntag präsentiert. Was die Bienen als Harz produzieren, um Bakterien, Pilze und andere Mikroorganismen im Stock in ihrer Entwicklung zu hemmen oder abzutöten, nutzt längst auch der Mensch. Ganz früher in Ägypten zur Einbalsamierung von Mumien, heute unter anderem zur Pflege oder als Gesundheitsprodukt.

Wer sich für das Imkern, also für das Halten von Honigbienen interessiert, dem empfiehlt der Landesverband Sächsischer Imker, Verbindung zu einem der Ortsvereine aufzunehmen. Dort gibt es zahlreiche Möglichkeiten der Unterstützung bis hin zum Kauf von Bienenvölkern und der erforderlichen Gerätschaften.