Imkerei ist ein breites Beschäftigungsfeld

Wohnstätte Bewohner übernehmen vielfältige Aufgaben um leckeren Honig zu erhalten

Seifersbach . Gerade ist eine Kiste mit Einzelteilen für den Bau von Rähmchen für Bienenmagazine aus den Vogtlandwerkstätten Netzschkau in der Sozialtherapeutischen Wohnstätte Seifersbach eingetroffen. Darüber freut sich besonders Bewohner Gunar Franke. Er gehört zu der Gruppe, die sich seit letztem Jahr der Hobby-Imkerei in der Einrichtung widmen. "Wir haben nach einem interessanten Angebot für unser Jugendhaus sowie das Wochenende gesucht und weil ich selbst ein leidenschaftlicher Imker bin, habe ich das Projekt angekurbelt", berichtet der Betreuer im Wohnbereich Olaf Krauße, der von seiner Kollegin und Hobby-Imkerin Ute Jordan unterstützt wird. "Die Idee ist das eine, aber die finanzielle Umsetzung solch eines Vorhabens die andere. Durch Zufall bewarben wir uns bei der Deutschen Postcode Lotterie, wurden ausgelost und bekamen 5000 Euro als Startkapital für unsere Imkerei", freut sich Einrichtungsleiterin Conny Menzel.

Erstes Jahr verlief erfolgreich

Im Juni 2018 erhielten sie ein Bienenvolk vom Imkerverein Königshain-Claußnitz und zwei kauften sie dazu. Ihre erste Ausbeute waren 30 Gläser leckerer Bienenhonig. "Da waren alle überrascht über den Erfolg und lernen nun motiviert und fleißig Theorie seit dem Herbst", berichtet Olaf Krauße. Die Winterzeit wird für den Bau von Rähmchen genutzt. Dabei hilft auch die Holzgruppe tatkräftig mit. Somit ist die Imkerei ein übergreifendes Projekt in der Einrichtung geworden.

Große Unterstützung durch die Region

Es werden gereinigte Gläser für den Honig zum Abfüllen benötigt, Etiketten müssen beschriftet werden und aus Bienenwachs wurden auch schon Kerzen und Teelichter gefertigt. Ein kleines Gartenhaus wartet noch auf den Aufbau. Das wird im Frühjahr geschehen. Die drei Wirtschaftsvölker fühlen sich gegenüber der Wohnstätte auf Gemeindeland wohl. "Wir erhalten tolle Unterstützung durch den Bürgermeister und den Bauhof. Sei es durch die Bereitstellung der Fläche oder die Hilfe der Bauhofmitarbeiter bei der Begradigung der Fläche für die Beuten", erklärt Conny Menzel. Einmal wöchentlich trifft sich die Imkergruppe. Es gibt übers Jahr immer etwas zu tun, am intensivsten ist die Zeit von Mai bis August. Jetzt werden auch die Beuten öfters auf ihren Zustand kontrolliert und die neuen Magazine müssen bald fertig sein, bevor die Frühlingssonne die Bienen aus dem Bau lockt.