In Augustusburg läutet es wieder

Reparatur Jahrhundertealte Glocke kehrt zurück an ihren Platz

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Die Glocke im Südportal des Schlosses Augustusburg war defekt und musste repariert werden. Foto: Schlossbetriebe

Augustusburg. Ein besonderes Schauspiel bot sich am Mittwoch auf der Augustusburg, als die reparierten Glocke mit einem Kran an ihrem ursprünglich Ort eingehoben wurde.

Reparatur in Bayern

Bei der Glocke war im Oktober vergangenen Jahres während des Läutens das Hangeisen, ein Teil der Klöppel-Aufhängung, gebrochen. Zur Reparatur ging es dann per Lastzug im August in die Firma Glocken-Schweißwerk Lachenmeyer in Nördlingen (Bayern). Im Zuge der Glockenreparatur wurde auch der Glockenstuhl überarbeitet sowie das Joch für die Aufhängung der Glocke erneuert. Die Kosten für die Reparatur der Glocke betragen rund 35.000 Euro.

Klingt immer noch gut

Auftraggeber und damit federführend bei der Reparatur ist der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement. Um den Vor- und Nachzustand auch klanglich zu dokumentieren, wurde durch einen Orgel- und Glockensachverständigen des Landesamtes für Denkmalpflege Sachen eine Tonanalyse vorgenommen.

Die aus dem Jahr 1734 stammende Glocke aus Bronze hängt im Uhren- und Glockenturm über dem Südportal im Schloss Augustusburg. Bis heute wird sie zu besonderen Anlässen, wie den Schlossgottesdiensten in den Sommermonaten, von zwei Personen per Hand geläutet.



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