In Berthelsdorf sorgt man für Hochwassersicherheit

Absenkung Vorbereitungen am Hütttenteich haben begonnen

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Unter dem Fluthaus fließt der Hüttenteich bei Berthelsdorf ab. Foto: Wieland Josch

Berthelsdorf. Mit umfangreichen Baumaßnahmen soll in den kommenden Monaten die Hochwassersicherheit des Hüttenteiches, gelegen zwischen Berthelsdorf und Freiberg, erhöht werden. Dafür müssen jedoch zunächst einmal die Voraussetzungen geschaffen werden, womit die Landestalsperrenverwaltung Sachsen in diesen Tagen begonnen hat.

Arbeiten sollen bis nächstes Jahr andauern

So wurde der Abstau des künstlich angelegten Gewässers gestartet. Im April soll schließlich abgefischt werden. Hauptgrund für die Arbeiten ist die Tatsache, dass die Hochwasserentlastungsanlage zu gering dimensioniert ist, also zu wenig Abfluss im Ernstfall stattfinden kann. "Der Hüttenteich erhält deswegen eine zusätzliche Überlaufschwelle, an die sich eine Sammel- und Schussrinne anschließt", heißt es dazu von der Landestalsperrenverwaltung. "Diese führt jedoch erst Wasser ab, wenn die bisherige Hochwasserentlastung überlastet ist."

Bei einem extremen Hochwasser soll so verhindert werden, dass der Stauspiegel zu weit ansteigt und damit die Standsicherheit des Dammes gefährdet. Erste vorbereitende Maßnahmen für diese Arbeiten fanden schon im vergangenen Dezember statt. Eine Mittelspannungsfreileitung wurde dabei als Erdkabel verlegt und eine Niedrigspannungsleitung vollständig zurückgebaut.

Im letzten Monat wurden hinderliche Bäume und Sträucher beseitigt. Sind alle Vorbereitungen abgeschlossen, kann mit den eigentlichen Arbeiten angefangen werden. Diese sollen bis ins nächste Jahr andauern und sind mit Kosten von rund 1,7 Millionen Euro veranschlagt.

Teil des Weltkulturerbeantrags

Der in der Mitte des 16. Jahrhunderts angelegte Hüttenteich ist wichtiger Bestandteil der Revierwasserlaufanstalt Freiberg und steht unter Denkmalschutz. Zudem ist er Teil des Weltkulturerbeantrages "Montanregion Erzgebirge". Heute hat er eine wesentliche Bedeutung zur Versorgung der Freiberger Industrie mit Brauchwasser, welche während der gesamten Bauzeit weiterhin gewährleistet wird.