In Burgstädt geht's um die Zukunft des Verkehrs

Mitsprache Große Bürgerbefragung zum Radverkehrskonzept der Kleinstadt gestartet

Burgstädt. 

Burgstädt. Wie sich die Bürgerinnen und Bürger von Burgstädt ihre Stadt hinsichtlich der Gestaltung unter dem Blickwinkel der Fahrradfahrer künftig vorstellen, steht in den nächsten Wochen in der Stadt Burgstädt unter anderem im Mittelpunkt. "Um das heraus zu bekommen, haben wir in der vergangenen Woche mit einer großen Bürgerbefragung begonnen", sagte Burgstädts Bürgermeister Lars Naumann (Freie Wähler). Diese Beteiligung der Öffentlichkeit ist wesentlicher Bestandteil der Planungen für das Stadtgebiet Burgstädt, zu dem neben der Kernstadt auch die Ortsteile gehören.

Eine breite Öffentlichkeitsbeteiligung ist vorgesehen

Stadtrat und Stadtverwaltung haben die Planungsleistungen zum Erarbeiten dieses Radverkehrskonzeptes an das erfahrene Planungsbüro SVU in Dresden vergeben. Insbesondere wurde sich für dieses Büro entschieden, weil es viel Erfahrung besitzt und weil in dieser Planungvariante eine breite Öffentlichkeitsbeteiligung unter Nutzung des Internets vorgesehen ist. Die Geschichte dieses Büros ist eng verbunden mit dem Werdegang des Gründers Dr. Ditmar Hunger. Der studierte Städtebauer beschäftigte sich schon früh mit der Förderung des Radverkehres in der DDR. In den 1980er Jahren promovierte er zu den "Bedingungen und Abhängigkeiten des städtischen Fahrradverkehrs" in Weimar.

Inhalt der Planungen dieses Büros sind unter anderem das Entwickeln von Szenarien für den Auf- und Ausbau der Fahrrad-Infrastruktur im Zeitraum bis 2030 sowie das Aufzeigen von Auswirkungen auf die Anteile der unterschiedlichen Verkehrsarten.

Die Wünsche der Burgstädter sind ein wichtiger Aspekt

"Die Wahrnehmungen, Wünsche und Meinungen der Burgstädter zu bestehenden Radverkehrsanlagen sind ein sehr wichtiger Aspekt zur Erarbeitung des Radverkehrskonzeptes. Aktuell läuft dazu die Abstimmung zwischen dem beauftragten Ingenieurbüro und dem Bauamt", so Naumann.

"Dass die Mobilität tief in die Lebensgewohnheiten unserer Bürgerinnen und Bürger eingreift und unter wirtschaftlichen, funktionellen, kulturellen und demografischen Blickwinkeln zu betrachten ist, deutet an, wie komplex dieses Thema ist", sagte Burgstädts Stadtoberhaupt.

Bürgerbefragung noch bis Ende April

Noch bis Ende April können die Einwohnerinnen und Einwohner der Kleinstadt den Fragebogen ausgefüllt an die Stadtverwaltung einsenden oder abgeben, wenn gewünscht auch anonym.