In das Gedenken sind alle Opfer eingeschlossen

Trauer In vier Orten der Region Flöha wird den Opfern des Nationalsozialismus gedacht

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Auch in Flöha wird am 27. Januar wieder der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Foto: Ulli Schubert

Oederan. Vor wenigen Tagen, am 10. Januar, ist Roman Herzog verstorben. Der Jurist und CDU-Politiker war von 1994 bis 1999 der siebte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Als solcher hatte er 1995 das KZ Auschwitz anlässlich des 50. Jahrestages seiner Befreiung durch die Rote Armee besucht. Überwältigt von seinen Eindrücken schlug er vor, den 27. Januar jährlich als Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus zu begehen, wobei der Alt-Bundespräsident ausdrücklich alle Opfer in das Gedenken einschloss.

In vielen Orten wird seither ihrer gedacht. So auch in Oederan, wo die Gedenkveranstaltung traditionsgemäß auf dem Friedhof an den Gräbern der drei jüdischen Frauen stattfindet, die im Oederaner Außenlager des KZ Flossenbürg ihr Leben verloren. Bürgermeister Steffen Schneider und Rita Hillmann von der Ortsgruppe der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten laden am 27. Januar, 16 Uhr ein.

Am 27. Januar werden auch in Flöha die Flaggen auf Halbmast gesetzt. Zum Gedenken findet 16 Uhr eine Kundgebung am Ehrenmal an der Lessingstraße statt, bei der auch Oberbürgermeister Volker Holuscha sprechen wird. Das Gelände um das Ehrenmal wurde erst im vergangenen Jahr neugestaltet.

In Niederwiesa beginnt eine Gedenkveranstaltung zur Ehrung der Opfer von Faschismus und Terror am 27. Januar bereits um 13.30 Uhr am Gedenkstein auf dem Friedhof, im Augustusburger Ortsteil Erdmannsdorf um 16 Uhr Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus in der Rittergasse. Auch hier werden die Bürgermeister beziehungsweise ihre Vertreter sprechen.