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In den Herbst mit einem Bockbier

Event Traditioneller Fassanstich des Freiberger Brauhauses

Freiberg. 

Freiberg. Der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Michael Kretschmer, war der Ehrengast beim traditionellen Bockbieranstich des Freiberger Brauhauses. An historischer Stätte, nämlich dort, wo bis 1995 noch die alte Braustätte zu finden war, im Brauhof an der Körnerstraße, fand dieses gesellschaftliche Ereignis statt. Und wie es sich für einen Ehrengast gehört, so kam auch ihm die Aufgabe zu, das Fass fachgerecht anzustechen.

Mit zwei gezielten Schlägen entledigte sich Kretschmer der Herausforderung und ab da floss das Bier, was sich ein jeder schmecken ließ. Anwesend waren zahlreiche Vertreter aus Politik, Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft, die sich diesen Augenblick nicht entgehen lassen wollten. Zum 28. Mal lud das Brauhaus dazu ein. "Knapp 4.000 Gäste konnten wir inzwischen dazu begrüßen", erzählte Professor Michael Eßlinger, Geschäftsführer des Freiberger Brauhauses. "Und dabei wurden rund 29.000 Gläser Bockbier ausgeschenkt."

Seit 1991

Der erste Anstich fand 1991 im Ratskeller statt und für die bislang 27 Fässer wurden im Schnitt drei Schläge gebraucht. Höhepunkte besonderer Art gab es auch. So besuchte 2010 ein tatsächlicher Bock den Bockbieranstich, und einmal fuhr sogar ein früherer Werbeträger, nämlich der Sänger Gunther Emmerlich, auf einer Harley in den Saal.

Derlei Attraktionen blieben zwar diesmal aus, doch gestaltete sich der Abend dennoch angenehm und unvergesslich. Wohl auch deswegen, weil Michael Eßlinger in wenigen Wochen das Geschäftsführeramt aufgibt und beginnt, seinen Ruhestand zu genießen. Hauptamtlich war er also zum letzten Mal in seiner Eigenschaft als Leiter des Fassanstichs zu erleben. Künftig werden seine Aufgaben auf andere Führungskräfte verteilt.