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Vogtland

In ehemaliger Gaststätte wird nun eine Ölmühle betrieben

Vorgestellt Uta Grunewald und Egbert Nensel setzen schrittweise ihre Ideen um

Rochlitz/OT Stöbnig. 

In der ehemaligen Gaststätte "Muldenterrassen" im Rochlitzer Ortsteil wird schon lange kein Bier mehr ausgeschenkt, aber dennoch ist seit dem Verkauf derselben 2014 wieder Leben in die alte Kegelbahn eingezogen. Egbert Nensel und seine Partnerin Uta Grunewald betreiben darin nun eine Ölmühle. "Man kann aus vielen Saaten und Nüssen Öl gewinnen. Wir machen kaltgepresste Öle. Dabei bleiben die meisten Nährstoffe erhalten", berichtet Egbert Nensel, der mit sieben weiteren Freunden und Bekannten einen Verein zum Aufbau und Betrieb der Ölmühle gründete. Zum Vereinsziel gehören außerdem Informationen zur gesunden Lebensweise und zum Wohlbefinden.

Über 25 hausgemachte Ölsorten

Egbert Nensel und Uta Grunewald haben zuletzt als Hydrologen gearbeitet, wobei Uta Grunewald auch schon in einer Ölmühle tätig war. "Ich brachte von dort Öl mit und Egbert, der gern kocht und vieles ausprobiert, war begeistert von der Qualität. Seither ließ uns der Gedanke einer eigenen Ölherstellung nicht mehr los", berichtet die 56-Jährige. Die Suche nach einem geeigneten Objekt führte sie schließlich nach Stöbnig. Nach intensiven Recherchen investierten sie in eine Ölmühle, mit der die erwartete Qualität des Öles erreicht wird. Produziert werden inzwischen zirka 25 verschiedene Sorten. Die Verkaufsrenner sind dabei Lein- und Sonnenblumenöl. Neben dem Standartsortiment finden auch Borretsch-, Aprikosen-, Pistazien-, Mandel-, Haselnuss- und Hanföl ihre Abnehmer. "Manchmal erhalten wir Nachfragen nach Mohnpressung, wie beispielsweise von der Firma Stiegler aus Callenberg, die von ihrem Mohnsamen Öl möchten und dieses in ihrem Mohnshop anbieten. Daraus hat sich eine gute Zusammenarbeit ergeben", berichtet Uta Grunewald, die meistens für die Abfüllung des Öls in handliche Flaschen verantwortlich ist. Weil im Moment kaum Handwerker- und regionale Wochenmärkte stattfinden, liegt das Hauptaugenmerk auf den Bauarbeiten in dem sanierungsbedürftigen Gebäude, das seinen Ursprung vermutlich um 1700 hat. Ziel ist die Herrichtung eines Schulungsraumes, in dem dann Kurse stattfinden können.