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In gemeinsamer Historie verbunden

Neueröffnung Knappschaft bezieht neue Räume

Seit dieser Woche hat das historische Freiberger Postgebäude einen neuen prominenten Mieter. Die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See eröffnete in der ersten Etage der Poststraße 2A ihre Filialräume und ist für Ihre etwa 7.000 Mitglieder in Freiberg und der näheren Umgebung nun unter dieser Adresse erreichbar. "Es ist jetzt alles noch ganz neu und frisch", sagte Thorsten Zöfeld, Leiter der Knappschafts-Regionaldirektion Chemnitz, zur Eröffnung. "und wir sind sehr gespannt, wie unsere Versicherten es annehmen." Die Räume sind großzügig in ihren Ausmaßen, bieten Platz und sind freundlich eingerichtet. Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger, der es sich nicht nehmen ließ, Glückwünsche der Stadt zu überbringen, war selbst sehr angetan. "Alles ist hier sehr modern und kundenfreundlich", sagte er. "aber mit Reminiszenzen an die Vergangenheit." So zeugen historische Stützpfeiler von der einstigen Einrichtung des Gebäudes. Und damit war man schon mittendrin in der Historie, in welcher die Knappschaft und Freiberg auf das Interessanteste miteinander verbunden sind. Denn in einer Urkunde vom 7. Oktober 1426 wird im Zusammenhang mit Freiberg erstmals der Begriff Knappschaft, damals allerdings noch mit einem b statt der zwei p, verwendet, und zwar noch bevor er im ausgehenden 15. Jahrhundert für die Belegschaft eines Bergbaureviers als Arbeits- und Solidargemeinschaft gebräuchlich wurde. "In der Geschichte der Knappschaft findet sich die Wiege der Vorsorge und der Hinterbliebenenversorgung", so Sven Krüger. Aus den zunächst kirchenrechtlichen Bruderschaften, welche die Knappschaften erst darstellten, entwickelten sich allmählich die Träger eines bergmännischen Sozialleistungswesens. Manche Veränderung brachten die Jahrhunderte mit sich. Die Knappschaft-Bahn-See nahm nach der Wende 1991 schnell wieder ihren Sitz in Freiberg, zunächst an der Chemnitzer, später an der Dr.-Külz-Straße. "Nun haben wir aus Gründen der Barrierefreiheit unser Quartier gewechselt", erzählt Thorsten Zöfeld. Die Räume sind mittels eines Fahrstuhls für alle erreichbar. Auch residiert man jetzt deutlich zentraler in jener Stadt, in welcher einst der Begriff Knappschaft geprägt wurde.