In Leisnig geht das Erdbeerpflücken wieder los

Früchte Sächsische Blütenkönigin bei der Eröffnung mit dabei

Leisnig. . 

Die roten, süßen Früchte sind auf Sachsens Erdbeerfeldern reif. Beim Leisniger Obstgarten eröffnete der Landesverband "Sächsisches Obst" die diesjährige Erdbeersaison, eine Woche früher als im letzten Jahr. Die Erdbeeren reifen unter "Minitunneln" und sind somit vor Frost und kalter Witterung geschützt. 2019 wurde dieser Witterungsschutz bereits von den Obstbauern eingesetzt.

Komplizierte Lage für die Erntehelfer

Gerd Kalbitz, der Vorsitzende des Landesverbandes "Sächsisches Obst", hob die heimischen Früchte hervor. "Die sächsischen Erdbeeren haben eine bessere Qualität als die importierte Ware. Da die Erdbeeren nicht nachreifen, müssen sie bis zur Reife an der Pflanze verbleiben, um das volle Aroma ausbilden zu können. Hier wird frisch auf den Feldern gepflückt und die Transportwege sind kurz. Problematisch ist allerdings der Einsatz der Erntehelfer. Sie müssen eingeflogen werden und benötigen besondere Unterbringung und Hygienemaßnahmen".

Prognose liegt deutlich hinter den Vorjahren

Auch die 24. Sächsische Blütenkönigin Elisabeth II. war bei der Eröffnung mit dabei und berichtete von den Vorzügen der leckeren Erdbeerfrucht. Im Durchschnitt verzehrte 2019 jeder Sachse knapp 3,2 Kilogramm Erdbeeren. 144.000 Tonnen wurden produziert. Die Eigenversorgung mit Erdbeeren wird in diesem Jahr in Sachsen bei 13 Prozent liegen. Die Prognose für 2020 liegt bei 100.000 Tonnen. Das ist geringer als im letzten Jahr und liegt deutlich unter dem Durchschnitt. Grund dafür ist die Reduzierung der Fläche für die indirekte Vermarktung, weil die Lohnkosten für die Saisonarbeitskräfte steigen und der Erlös geringer wird. 45 Prozent der Anbaufläche wird noch für den Handel genutzt und 55 Prozent stehen Selbstpflückern zur Verfügung.

Auch das Obstgut Seelitz startet in die Selbstpflückersaison nach Pfingsten. Die Felder befinden sich in den Ortsteilen Gröblitz, Zöllnitz und Spernsdorf.