In Mittweida hagelt es in Zukunft mehr Knöllchen

Kontrollen Ordnungsamt greift härter gegen Parksünder durch

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Hier wird das Ordnungsamt der Stadt Mittweida in Zukunft stärker kontrollieren: Auf der Marktoberseite ist Parkverbot. Foto: Dennis Heldt

Mittweida. Seit dieser Woche greift die Stadtverwaltung Mittweida härter gegen Parksünder durch. Dies betrifft vor allem das Parken oder Halten von Fahrzeugen auf der Marktoberseite vor der Apotheke, der Volksbank und dem Einkaufsmarkt "Edeka".

Die Stadt verwies in einer Pressemitteilung auf das Halte- und Parkverbot, welches zukünftig auch stärker kontrolliert werde: "Da in diesem Bereich keine Parkflächen gekennzeichnet sind, gilt für den gesamten Bereich Parkverbot. Das Be- oder Entladen bezieht sich auf den Transport von Gütern. Nicht zur Ladetätigkeit gehört der Einkauf von Gegenständen oder das Abholen oder Abliefern größerer Geldbeträge", heißt es in der Pressemitteilung der Stadt.

Einige Mittweidaer Bürger äußerten jedoch ihren Unmut über die verschärfte Sanktionierung. Für viele ist die generelle Parkplatzsituation in der Innenstadt unbefriedigend. So schreibt eine Nutzerin auf "Facebook", es gebe leider insgesamt zu wenige Parkplätze und dort wo welche waren, werden lieber Parks errichtet. Daher würden immer mehr Autofahrer gezwungenermaßen auf den Markt ausweichen.

Andere meinen, der Stadt gehe es hier lediglich um zusätzliche Einnahmequellen durch die Verteilung der Knöllchen. Die Stadtverwaltung sieht das jedoch anders und verweist in ihrer Mitteilung darauf, dass das Parkverbot nicht neu sei, sondern zunehmend von Verkehrsteilnehmern missachtet werde. Die Zufahrt zum Markt ist aktuell mit einem beweglichen Poller gesperrt, der jedoch für den täglichen Lieferverkehr nach unten gefahren wird.

Die Debatte um die Parkplatzsituation in Mittweida ist auch nicht neu: Im Rahmen der Initiative zur Belebung der Rochlitzer Straße wurde die mangelhafte Anzahl verfügbarer Stellplätze sowohl von Gewerbetreibenden als auch von Kunden und Anwohnern bemängelt.