In Penig wird bald wieder Bier gebraut

Verein Brauverein wurde gegründet, 17 Mitstreiter haben viel vor

Der Vorstand des Peniger Brauvereins: Ronny Wiehl, Carolin Schneider-Delau, Oliver Bork und Thomas Eulenberger (v.l.). Foto: Andrea Funke

Penig. Es war nach einer Stadtratssitzung als der Stadtchef und ein paar Stadträte die Idee hatten einen Brauverein ins Leben zu rufen. Bürgermeister Thomas Eulenberger fand nun den Tag des Bieres am 23. April sehr geeignet dafür und somit trafen sich am Sonntagmorgen 17 interessierte Bürger um den Verein aus der Taufe zu heben.

Als Vorsitzende wurde die einzige Frau in der Runde, Carolin Schneider-Delau auserkoren und einstimmig gewählt. Ihr zur Seite stehen als Stellvertreter Thomas Eulenberger sowie Schatzmeister Ronny Wiehl und Schriftführer Oliver Bork. Rechtsanwalt Markus Merbecks wird nun die Eintragung des gemeinnützigen Vereins beantragen, so dass die Arbeit losgehen kann.

Das steht auf dem Plan:

Erklärtes Ziel ist, die Tradition des Bierbrauens in der Muldestadt aufrecht zu erhalten bzw. wieder zu beleben. In der alten Brauerei, die am 30. April 2013 die Produktion einstellte, sind noch alle Aggregate zum Brauen vorhanden. "Wir müssten die Anlage wieder zum Laufen bringen und versuchen eine Charge zu brauen. Unser eigenes Bier könnte bei speziellen Anlässen vertrieben werden, so dass die Einnahmen in den Erhalt und die Produktion fliesen", erklärt Thomas Eulenberger.

Außerdem wären Bierverkostungen in dem Kreuzgewölbe der Brauerei denkbar. Auch könnten Räume der Brauerei für ein Bier-Museum genutzt werden. "Der erste Schritt ist getan in weiteren Mitgliederversammlungen werden wir die nächsten Schritte festlegen. Wenn wir als Verein eingetragen sind, können wir auch Spenden annehmen, um damit die erste Brauung zu finanzieren", stellt die Vereinschefin fest, die sich über viele weitere Mitstreiter freuen würde. Die Jahresgebühr beträgt 60 Euro.

Geschichtsstunde

Das Bierbrauen hat in Penig eine lange Tradition. 1485 wird der Stadt unter den Privilegien das Braurecht gewährt. Das Brauhaus muss schon 1440 bestanden haben, denn da errichtete die Kirche die erste Braupfanne. 1656 gab es in Penig 105 brauberechtigte Häuser. 1886 kauft Ferdinand Georg Forberger das Brauhaus von der Braugenossenschaft, später wird es ein Betriebsteil des VEB Mittweidaer Löwenbräu und auch die Familie Hösl schafft es nicht die Brauerei am Leben zu erhalten. Die Insolvenz wird 2013 beantragt.