In Würde und liebevoll begleitet gehen können

Besichtigung Hospiz- und Palliativverein "Begleitende Hände" lädt zum Tag der offenen Tür am 2. Dezember ein

Oederan. 

Die Sanierung der Villa in der Richard-Wagner-Straße 1 war mit zahlreichen Schwierigkeiten verbunden. Bei einem so alten Gebäude bleiben unangenehme Überraschungen nicht aus. So verschob sich die geplante Eröffnung bis zum 1. Dezember. Aber besser gut und gründlich als schnell und oberflächlich, lautete die Devise.

Zunächst war unter anderem der Hausschwamm zu beseitigen und das Gebäude trocken zu legen. Schon dabei ergaben sich größere Schwierigkeiten als erwartet. Dann wurden Dach und Fenster winterfest gemacht und mit dem Innenausbau begonnen. Eine Herausforderung war, die Anforderungen des Denkmalschutzes zu erfüllen. Dazu gehörten beispielsweise der Erhalt der wertvollen Bleiglasfenster, vieler Türen und der Decken- und Wandbemalung. Nicht weniger anspruchsvoll waren die energetische Sanierung und die Umsetzung einer funktionalen Raumnutzung. Und nicht zuletzt standen da die Forderungen des Brandschutzes. Aber nun sind die zehn Zimmer für die künftigen Bewohner samt Bädern, die Gemeinschafts- und weiteren Räume fertiggestellt.

Natürlich schauten die Vereinsmitglieder dem Wirken der Bauleute nicht tatenlos zu, sondern packten mit an. Manche, wie Ulrich Lüpfert, waren wöchentlich auf der Baustelle, andere bei den Arbeitssätzen im Außengelände dabei. Aber die ehernamtliche Hilfe ging noch weiter. So übernahmen Ruth und Fritz Seidel die Einrichtung des Raumes der Stille. Sie alle, das steht schon vor der Eröffnung fest, haben mit dem Hospiz "Ellen Gorlow" ein großes Werk vollbracht - ein bauliches und eines der Mitmenschlichkeit. Wer sich davon überzeugen will, ist zum Tag der offenen Tür am 2. Dezember von 10 bis 15 Uhr herzlich dazu eingeladen.