Interessante Ortsentwicklung

Geschichte Ehemals eigenständige Orte mit vielen landschaftlichen Reizen

Die oft im 12./13. Jahrhundert entstandenen Orte unserer Region entwickelten sich meist entlang von Fluss- beziehungsweise Bachläufen. So auch Lauenhain und Tanneberg. Die hier überwiegend vorkommende Besiedlungsform sind Reihendörfer mit Waldhufenflur. Das war damals für das Erzgebirge und dessen Vorland typisch. Wie der Nachbarort Tanneberg verdankt auch Lauenhain seine erste urkundliche Erwähnung einem Rechtsstreit. 1293 entschied der Meißener Markgraf Friedrich auf Schloss Rochlitz einen Zwist zwischen dem Kloster Altzella, dem das Dorf damals bereits unterstand, und dem Ringethaler Grundherrn Gerhard von Liebschwitz. Es ging um Fischereirechte in der Zschopau, und dabei wurde "dy Lewynhaynische Bach" als Grenze erwähnt. Spätere Schreibweisen sind: Lewenhayn, Leywenhain, Leuwenhain, Lauwenhayn, Lawenhayn. Zur Erklärung des Ortsnamens gibt es mehrere Varianten. Am wahrscheinlichsten ist ein sprachlicher Bezug zu "Löwe". Vermutlich, weil der schwarze Löwe auf goldenem Grund das Wappentier der Rochlitzer Grafen aus dem Geschlechte der Wettiner war, den auch die benachbarte Stadt Mittweida seit Jahrhunderten im Wappen führt. Lauenhain und Tanneberg punkten heute vor allem durch ihre landschaftlichen Reize an der 1927 bis 1929 errichteten Talsperre Kriebstein.