Internationale Konkurrenz ist groß

Sachsenring Probleme gemeinsam lösen

Die erschwerten Bedingungen, ein Verkehrssicherheitszentrum in eine Grand-Prix-Strecke in kurzer Zeit umzuwandeln, sind auch Wolfgang Streubel hinreichend bekannt. "Wir sind nun mal keine permanente Rennstrecke. Das bedeutet, jedes Jahr einen Mehraufwand von einer Million Euro", betont Streubel, der auch weiß, dass sich Hockenheim mit diesen Problemen gar nicht zu befassen habe. Tribünen müssen jährlich neu gesetzt und abgebaut werden wie auch die Strom- und Wasserversorgung installiert werden muss.

Auch sei es wichtig, dass die veranstaltenden Kommunen rund um den Sachsenring noch enger zusammenarbeiten, damit fünf bis zehn Prozent der Einnahmen an die SRM zu übergeben, dann würde der GP noch auf besseren wirtschaftlichen Beinen stehen. Das sieht auch Sportpräsident Tomczyk so: "Wenn nicht alle beteiligten Organisationen an einem Strang ziehen, wird es für die Zukunft sehr schwierig." An dieser Stelle pflichtet Streubel bei: "Die Konkurrenz der internationalen Strecken ist groß. Wenn wir einmal vom WM-Kalender runter sind, kommen wir wohl kaum wieder drauf" und verweist, wie schnell die US-Strecken Laguna Sela und Indianapolis vom Fenster verschwanden und urplötzlich ein Fünf-Jahres-Vertrag ab 2017 mit Indonesien (Djakarta) abgeschlossen wurde - auf einer hochmodernen, neuen Anlage.