IRRC-Kultrennen lockt wieder zahlreiche Genießer an

International Road Racing Championship und mehr in Horice

Horice

Wenngleich die Rennen in Horice (v Podkrkonosi) im nordtschechischen Riesengebirgsvorland im Vergleich mit dem Motorrad Grand Prix in Brno oder der Superbike-WM in Most mindestens zwei Nummern kleiner sind, genießen diese ebenso Kultstatus bzw. dürfen sich ebenfalls über ein reges Interesse bei sächsischen Motorsport-Fans sowie auch Fahrern freuen. So geschehen wieder am vergangenen Wochenende, als im Rahmen der Czech Tourist Trophy die International Road Racing Championship (IRRC) Station machte.

 

 

Im Rahmen des vierten von sechs Saisonläufen der beliebten Straßenrennserie erklärte der Hohenstein-Ernstthaler Road Racer Nico Müller dazu: "Horice ist Kult und gehört neben meinem Heimrennen in Frohburg und Imatra in Finnland zu meinen drei Lieblingsveranstaltungen. Hier wird Motorsport in seiner ziemlich ursprünglichen Form regelrecht gelebt."

 

 

 

Nico Müller zwei Mal in den Top 10

 

Im Feld der IRRC-Top-Klasse, der IRRC Superbike, ist der 33-Jährige Nico Müller einer von zwei Sachsen. Er belegte von den ursprünglich 31 Teilnehmern in beiden Rennen den jeweils zehnten Rang, wobei er auf Grund einiger nicht-punkteberechtigter Gaststarter sein Konto ordentlich aufstocken und seinen starken fünften Tabellenrang zementieren konnte.

 

 

Der zweite Sachse im Feld war wieder René Grundei. Der 46-Jährige aus Taura bestreitet erst sein viertes Jahr in der IRRC und hat sich inzwischen im Mittelfeld gut etabliert. Er belegte in Horice die Plätze 16 und 13, mit denen er sich in der Tabelle um einen Rang auf die 16. Position verbessern konnte.

 

 

 

Ihr langjähriger Kollege Didier Grams aus Limbach-Oberfrohna hat den Helm nach seinem schweren Sturz auf dem Frohburger Dreieck 2024 inzwischen an den Nagel gehängt. Das hinderte den fünffachen IRRC-Superbike-Champion allerdings nicht daran, seine Kollegen zu besuchen und dabei auch eine Siegerehrung zu übernehmen.

 

Sächsischer Einzelkämpfer Rico Vetter bester Deutscher

 

In der kleinen IRRC-Klasse, der IRRC Supersport, ist Rico Vetter sächsischer Einzelkämpfer. Nach seinem schweren Sturz an gleicher Stelle vor Jahresfrist am Trainingssamstag konnte er seine fallweise situationsbedingten Vorbehalte weitestgehend ausblenden und belegte die Plätze sieben und acht. Damit war er in beiden Rennen bester Deutscher. Mit diesen machte der 41-Jährige aus dem Oederaner Ortsteil Börnichen in der Tabelle einen Sprung vom zehnten auf den achten Rang und ist nun auch in der Gesamtwertung knapp vor dem Schleizer Sebastian Frotscher bester Deutscher.

 

Auch Erzgebirger reist gern ins Riesengebirgsvorland

 

Neben drei Klassik-Klassen gehörte diesmal der European Supertwin Road Race Cup zum Programm. Weil es Horice war, streifte hierfür auch Stefan Holz aus Walthersdorf die Rennkombi mal wieder über. Unter 34 Teilnehmern belegte er die durchaus zufriedenstellenden Plätze 16 und 13.

 

Moritz und Gerald Nestler im Wechselbad der Gefühle

 

In zwei der besagten drei Klassik-Kategorien beteiligten sich auch das Mittweidaer Vater-Sohn-Sohn-Duo Gerald und Moritz Nestler. Richtiger müsste es heißen Sohn-Vater-Duo, denn während der ambitionierte Moritz Nestler wieder der klar schnellere der beiden war, könnte man zu Gerald Nestler eher Genuss-Rennfahrer sagen. Leider kam er nach zwei Trainingssessions am Samstag tags darauf nur im ersten Rennen des Tages, jenem der Klasse bis 175 bzw. 250 ccm, zum Zug. Auf Grund eines blockierten Motors landete er hart auf der Straße, sodass er mit einer schmerzenden Schulter am ebenso geplanten 350er-Rennen nicht teilnehmen konnte. Doch auch Moritz, der eigentlich primär die Tschechische Meisterschaft auf einer aktuellen Moto3- bzw. Supermono-Rennmaschine fährt, hatte Pech. In besagtem 250er-Rennen lag er fünf Runden lang souverän in Führung, doch im vorletzten Umlauf schied er mit einer gerissenen Kette aus. Dafür entschädigte er sich im Rennen der 350-ccm-Klasse mit seinem vierten Horice-Sieg.

 

Noch zwei Mal IRRC 2025 in der Nähe

 

Die verbleibenden zwei IRRC-Saisonläufe finden beide in (Ost-)Deutschland statt. Als nächstes geht es am 23. und 24. August auf das Schleizer Dreieck. Das Finale findet dann, wie üblich, auf dem Frohburger Dreieck statt, und zwar am 20. und 21. September.

 

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