Jetzt schon? - Bäcker eröffnen Weihnachtssaison

Start Riesenstollen für Freiberger Christmarkt bereits in Planung

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Erkennen Sie das Gewürz? Bäckermeister René Buschmann (r.) lässt seine Gäste ind er Backstube raten. Foto: Wieland Josch

Dorfchemnitz. Ja ist denn heut schon Weihnachten?, wird sich mancher Besucher der Bäckerei Schramm in Dorfchemnitz am Sonntag, dem Tag des traditionellen Handwerks, gedacht haben.

Denn erstens duftete es überall geradezu verführerisch nach jenem Backwerk, welches es nur im Advent gibt, und zweitens wurden die Besucher Zeuge einer ganz besonderen "Geburt". Denn René Buschmann, Chef der Bäckerei und zudem Obermeister der Bäcker-Innung Freiberg, begann gemeinsam mit seinen Mitarbeitern an diesem Tag mit der Arbeit an dem Riesenstollen für den Freiberger Christmarkt.

Genug Ruhezeit ist eingeplant

Dort, im Schatten des Otto-Brunnens, wird er am ersten Adventswochenende von kräftigen Bergmännern aufgebaut und später angeschnitten. Doch bis dahin ist es noch eine Weile, was für das Gebäck sehr gut ist.

"Ganz allgemein gilt für einen guten Stollen, dass er besser wird, je länger er liegt", sagt Buschmann. All jene, die ein Stück davon abbekommen werden, können sich schon jetzt freuen, denn es werden nur beste Zutaten verwendet.

Neben dem Teig gehört dazu Kardamom, Zimt, Muskat und Macisblüte, worunter man den getrockneten und gemahlenen Mantel der Muskatnuss versteht. Zusammen mit Sultaninen, Mandeln und Zitronat wird ein echter erzgebirgischer Stollen daraus. "So haben wir vier Geschmackskomponenten beisammen", sagt Buschmann.

Vorfreude stellt sich ein

"Das alles lässt es am Ende so richtig vollmundig werden." Damit dürfte nun schon genug Vorfreude erzeugt worden sein. Rund zehn Meter Länge soll das Weihnachtsgebäck schlussendlich haben.

Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass mit Sicherheit nichts davon übrig bleiben wird. "Wir nutzen den Tag des traditionellen Handwerks seit langem schon dafür, den offiziellen Auftakt der Weihnachtsbäckerei zu begehen", sagt René Buschmann.

Das bietet ihm eine gute Gelegenheit, eine Lanze für den erzgebirgischen Stollen zu brechen, dessen Geschmack urtümlicher und traditioneller ist, als der anderer.