Jugendliche wollen Faschingsverdrossenheit vertreiben

Karneval Nachwuchs des Ringethaler Vereins organsiert Jugendfasching

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Am kommenden Freitag veranstaltet der RCV-Nachwuchs das Jugendfasching in Altmittweida. Ein Teil des Organisationsteams saß am Montag nochmal über den Plänen. Foto: C. M. Brinkmann

Altmittweida/Ringethal. Konzentriert sitzt die Jugendgruppe des Ringethaler CarnevalsVereins über ihren Plänen. Für den kommenden Freitag organisieren sie zum ersten Mal den Jugendfasching im Ritterhof Altmittweida. Bis dahin müssen noch letzte Abstimmungen getroffen werden. Vor etwa einem Jahr kam den zehn Jugendlichen des RCV die Idee zu einem solchen Faschingsformat.

"Zum einen wollten wir eine tolle Party in der Region organisieren. Zum anderen haben wir in den letzten Jahren festgestellt, dass bei dem jungen Publikum eine Faschingsverdrossenheit besteht. Viele können heute mit Karneval nichts mehr anfangen. Wir wollen die Tradition hier weitergeben", erklärt Dennis Karatas und Thomas Müller ergänzt: "Es scheint ein Klischeedenken zu bestehen. Für viele ist Karneval wohl etwas für alte Leute, wo Schunkelmusik gespielt wird".

Ausgelassene Feier mit Spaß und Tanz

Doch das hinter Fasching mehr steckt, dass zeigt der Nachwuchs beim RCV mit seinem Jugendfasching. Karten für die Veranstaltung gibt es nur an der Abendkasse für 6 Euro. Vor der ausgelassenen Feier wird der RCV am 9. Februar ab 20 Uhr ein verkürztes Sketch-Programm im Ritterhof zeigen. Dazu führen die Funken spezielle Thementänze auf. Eine Menge Freizeit steckt in der Organisation und Vorbereitung der Veranstaltung. Die Jugendlichen sind dennoch voll motiviert.

"Die Arbeit im Verein bereitet großen Spaß. Wir sind wie eine Familie", sagt Stefanie Roth und Nadin Roithner ergänzt: "Ich bin seit etwa dreieinhalb Jahren im Verein aktiv und hatte immer Lust darauf". Die beiden jungen Frauen tanzen bei den RCV-Funken. Zweimal in der Woche trainieren sie. Zur Faschingshochzeit kommen dazu noch die Proben am Veranstaltungsort. "Das Engagement im Verein ist aber immer vielseitig und freiwillig", erklärt Nadin Roithner.