Junge Konstrukteure mit Benzin im Blut

Motorsport Studenten der Hochschule Mittweida tüfteln an neuem Rennwagen

Mittweida. 

An der Hochschule Mittweida wird wieder mächtig Gas gegeben. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Seit etwas mehr als einem Monat bereiten sich dort die dynamischen Studenten des Technikum Mittweida Motorsportteams (TMM) auf den neuen internationalen Konstrukteurswettbewerb "Formula Student" vor, bei dem sie dieses Jahr gleich dreifach sehr gut abgeschnitten hatten. Um auch im nächsten Jahr zu punkten, werden schon jetzt in der Werkstatt die ersten Teile des neuen Rennboliden gefertigt. Dazu zählt ein sogenanntes Mock-Up. "Das ist eine Nachbildung des Fahrzeugrahmens, der komplett aus Holz im Maßstab 1:1 hergestellt wird", erklärt TMM-Sprecherin Madeleine Bergmann. Mithilfe dieser Attrappe können die Konstrukteure erste Studien durchführen und die Ergebnisse in die spätere Fertigung einfließen lassen. "Wir hatten bislang noch nie so zeitig mit der Konstruktion des Rennwagens begonnen", erklärt Jens Fellmeth, alter und neuer kaufmännischer Leiter innerhalb des Teams. Stolz ist er auch darüber, dass mehr als neunzig Prozent der Studenten aus der vergangenen Rennsaison dem TMM treu geblieben sind. "Damit kann ein nahtloser Übergang stattfinden", sagt Fellmeth. Insgesamt zählen 18 Frauen und 33 Männer aus insgesamt sieben verschiedenen Fakultäten zum Team. Darunter befinden sich in erster Linie Mechatronik- und Maschinenbaustudenten mit viel Benzin im Blut, aber auch junge Mitstreiter aus den Bereichen Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsingenieurwesen, Medientechnik sowie Medienmanagement und angewandte Mathematik. Bevor aber das neue Rennauto aus etlichen Einzelteilen konstruiert und anschließend auf eine Teststrecke geschickt werden kann, ist noch jede Menge Arbeit nötig. Offiziell enthüllt wird der Bolide im April nächsten Jahres.