"Junge Leute haben Perspektive auf dem Bau"

Interview mit dem stellvertretenden ÜAZ-Leiter Bertram Lenk

Glauchau. 

Glauchau . Am Überbetrieblichen Ausbildungszentrum (ÜAZ) sammeln rund 300 junge Leute die ersten praktischen Erfahrungen auf dem Bau. BLICK-Reporter Holger Frenzel hat mit Bertram Lenk, stellvertretender Leiter, das folgende Interview geführt.

Was müssen junge Leute, die sich für eine Tätigkeit auf dem Bau interessieren, mitbringen?

Ganz wichtig: Interesse und Freude an einem handwerklichen Beruf. Wichtig ist zudem, dass sie fit und belastbar für den Einsatz auf den Baustellen sind. Dazu setzen die Bauunternehmen auf vernünftige Kenntnisse in Mathematik und Deutsch. Die Suche nach Auszubildenden gestaltet sich vielerorts immer schwieriger.

Wie bewerten Sie die Zukunftschancen in der Baubranche?

Egal ob in 10 oder in 50 Jahren: Gebaut wird immer. Deshalb sind wir überzeugt, dass die jungen Leute eine gute Perspektive auf dem Bau haben. Wichtig ist natürlich, dass sie - wie bereits eingangs erwähnt - die richtige Einstellung mitbringen.

Welche Berufe werden am ÜAZ in Glauchau ausgebildet?

Die jungen Leute absolvierten eine zweijährige Ausbildung zum Hochbau- und Tiefbaufacharbeiter. Daran schließt sich im dritten Lehrjahr eine Spezialisierung zum Maurer, Beton- und Stahlbetonbauer, Straßenbauer und Kanalbauer an.

In einem ersten Schritt stehen zunächst Integrations- und Deutsch-Kurse an. Mit Sicherheit können wir auch die Werbetrommel für eine Perspektive im Handwerk rühren. Im ÜAZ gibt es das Programm "Berufsstart Bau" - das wäre sicherlich auch für Flüchtlinge, die zu uns kommen, interessant.