Junge Naturwächter zeigen ihr Können im Baumpark Ringethal

Ein Tag voller Entdeckungen in der Natur

Ringethal

Mit Keschern, Lupen und jeder Menge Neugier ausgestattet, machten sich am Samstag zahlreiche Kinder und Jugendliche auf den Weg in den Baumpark Ringethal. Dort stand der diesjährige JuNa-Tag der „Jungen Naturwächter“ (JuNa) auf dem Programm – ein besonderer Tag, an dem Wissen, Naturerlebnis und Gemeinschaft im Mittelpunkt standen.

An mehreren Stationen konnten die Teilnehmer ihr Wissen über Tiere, Pflanzen und Lebensräume unter Beweis stellen. Gleichzeitig galt es, die Prüfungen für die Zertifizierung zum Jungen Naturwächter erfolgreich zu absolvieren. Den feierlichen Abschluss bildete die Übergabe der Urkunden durch Landrat Sven Krüger.

Doch der Tag war weit mehr als eine Prüfung. Er zeigte eindrucksvoll, wie wichtig Naturbildung für junge Menschen geworden ist.

Nachwuchs für den Naturschutz gesucht

Das sachsenweite Programm „Junge Naturwächter“ richtet sich an Kinder und Jugendliche zwischen sieben und 18 Jahren. Ziel ist es, sie langfristig für die Natur zu begeistern und an die praktische Naturschutzarbeit heranzuführen.

Fast 800 Kinder und Jugendliche engagieren sich mittlerweile in Sachsen in über 80 Gruppen. Unterstützt werden sie von Naturschutzstationen und Fachleuten, die ihnen Artenkenntnisse vermitteln und sie für ökologische Zusammenhänge sensibilisieren.

Für Landrat Sven Krüger ist dieses Engagement von großer Bedeutung.

„Wir leben in einer Zeit, wo immer mehr Menschen in die Städte ziehen und gleichzeitig immer mehr Arten verloren gehen“, sagte er bei der Zertifikatsübergabe. „Deshalb ist es wichtig, Begeisterung für die Natur zu wecken und jungen Menschen zu zeigen, wie wertvoll unsere Umwelt ist.“

Was ein Baum kann und warum Totholz wichtig ist

Beim Stationsbetrieb wurde deutlich, wie vielfältig Naturschutz sein kann.

An einer Station konnten die Kinder kreativ arbeiten und eigene Naturbilder gestalten. An anderer Stelle drehte sich alles um die Frage, welche Fähigkeiten ein Baum eigentlich besitzt. Kann er riechen? Hören? Schmecken? Die Antworten sorgten für so manchen überraschten Blick.

Auch das Thema Totholz spielte eine wichtige Rolle. Die Kinder erfuhren, warum abgestorbene Bäume keineswegs nutzlos sind, sondern zahlreichen Tierarten als Lebensraum dienen.

Besonders spannend wurde es auf einer Blühwiese. Dort gingen die jungen Naturwächter mit Keschern auf Entdeckungstour und untersuchten verschiedene Insektenarten. Mit großer Begeisterung wurde beobachtet, bestimmt und diskutiert.

Wissen weitergeben und Verantwortung übernehmen

Für Manuela Ziegler von der Unteren Naturschutzbehörde steckt hinter dem Projekt ein langfristiger Gedanke.

„Die jungen Naturwächter sind deshalb wichtig, weil sie später einmal in das Naturschutzehrenamt hineinwachsen sollen“, erklärt sie. Viele Bereiche des ehrenamtlichen Naturschutzes seien mittlerweile stark überaltert. Nachwuchs werde dringend benötigt.

Dabei übernehmen Naturschutzhelfer wichtige Aufgaben. Sie betreuen Schutzgebiete, kartieren Vogelarten wie Rotmilan oder Schwarzstorch, beobachten die Ausbreitung des Bibers oder kümmern sich um den Schutz von Waldameisen.

Wissen weitergeben und Verantwortung übernehmen

Für Manuela Ziegler von der Unteren Naturschutzbehörde steckt hinter dem Projekt ein langfristiger Gedanke.

„Die jungen Naturwächter sind deshalb wichtig, weil sie später einmal in das Naturschutzehrenamt hineinwachsen sollen“, erklärt sie. Viele Bereiche des ehrenamtlichen Naturschutzes seien mittlerweile stark überaltert. Nachwuchs werde dringend benötigt.

Dabei übernehmen Naturschutzhelfer wichtige Aufgaben. Sie betreuen Schutzgebiete, kartieren Vogelarten wie Rotmilan oder Schwarzstorch, beobachten die Ausbreitung des Bibers oder kümmern sich um den Schutz von Waldameisen.

Doch nicht nur die Kinder selbst profitieren vom Programm.

„Die Kinder sind Datenträger“, sagt Ziegler mit einem Lächeln. „Sie erzählen zu Hause ihren Eltern, Großeltern und Freunden von dem, was sie gelernt haben. So wird dieses Wissen weitergetragen.“

Stolz auf die erreichten Leistungen

Nach den erfolgreichen Prüfungen folgte schließlich der Höhepunkt des Tages: die feierliche Zertifikatsübergabe.

Mit sichtbarem Stolz nahmen die jungen Naturwächter ihre Urkunden entgegen. Darauf ist dokumentiert, welche Kenntnisse und Fähigkeiten sie in den vergangenen Monaten erworben haben.

Landrat Sven Krüger nutzte die Gelegenheit, den Kindern noch etwas mit auf den Weg zu geben: „Ich wünsche mir, dass ihr eure Begeisterung behaltet. Erzählt euren Freunden davon. Wenn beim nächsten Mal jeder einen weiteren jungen Menschen mitbringt, dann werden wir immer mehr, die sich für unsere Natur einsetzen.“

Ein wichtiges Signal für die Zukunft

Der JuNa-Tag in Ringethal machte deutlich, wie wertvoll solche Angebote für die Region sind. Gerade in Zeiten, in denen Umwelt- und Naturschutz immer stärker in den Fokus rücken, leisten die Naturschutzstationen und ihre Ehrenamtlichen wichtige Arbeit.

Für Sven Krüger steht deshalb fest, dass diese Strukturen erhalten bleiben müssen: „Es wäre wünschenswert, dass trotz schwieriger Haushaltslagen genügend Unterstützung vorhanden ist, damit diese wichtige ehrenamtliche Arbeit auch künftig fortgeführt werden kann.“

Am Ende des Tages nahmen die Kinder nicht nur ihre Zertifikate mit nach Hause. Sie nahmen Erfahrungen, Wissen und viele neue Eindrücke mit. Und vielleicht auch die Erkenntnis, dass Naturschutz nicht erst im Erwachsenenalter beginnt – sondern schon mit der Neugier eines Kindes auf einer Wiese voller Insekten.

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