Künftig eigene Arbeitsagentur

Strukturänderung Mittelsächsische Behörde ab 2013 in Hainichen

Die Vorbereitung für die künftige Zusammenlegung der zwei Jobcenter in Mittelsachsen zu einer einheitlichen Einrichtung und die Neugründung einer Arbeitsagentur für den gesamten Landkreis sind in vollem Gange. Der Hauptsitz des neuen Arbeitsamtes inklusive Geschäftsführung wird sich ab dem nächsten Jahr in der seit 2002 bestehenden Geschäftsstelle der Arbeitsagentur an der Bahnhofstraße in Hainichen befinden. Die Geschäftsleitung des Jobcenters bleibt künftig in Mittweida. Insgesamt wird die mittelsächsische Agentur für Arbeit ab Januar knapp 130 Beschäftigte zählen. Davon werden insgesamt 40 am Standort Hainichen arbeiten. Um für sie Platz zu schaffen, werden zurzeit einige Räume in dem Gebäude verändert. "Das bedeutet, es werden Büros angepasst und Räume für Fachdienste, wie unseren Ärztlichen Dienst oder Berufspsychologischen Service eingerichtet", erklärt Michaela Barthel, Sprecherin der Chemnitzer Arbeitsagentur. Darüber hinaus wird in Hainichen ein noch modernes Berufsinformationszentrum geschaffen. Die Aufgaben als Chefin des neuzubildenden Arbeitsamtsbezirkes übernimmt Helga Lutz, die seit 18 Jahren der Arbeitsagentur in Plauen vorsteht und ab 2013 den Agenturbezirk Mittelsachsen zusammenführt. "Für die Bürger ändert sich damit nichts, abgesehen vom neuen Namen unseres Hauses", sagt Barthel. Zudem betonte sie, dass alle bisherigen Geschäftsstellen im Landkreis sowie die dortigen Ansprechpartner auch weiterhin bestehen bleiben. Als Faustregel gilt auch ab 2013, dass alle Arbeitspersonen, die sozialversicherungspflichtig tätig waren und Anspruch auf Arbeitslosengeld haben, von der Agentur für Arbeit betreut werden. Wer keinen Anspruch mehr auf das Arbeitslosengeld hat oder den Lebensunterhalt trotz Arbeit nicht von selbst bestreiten kann, wird vom Jobcenter betreut. Bislang gehören die Altkreise Mittweida und Freiberg zur Chemnitzer Arbeitsagentur und Döbeln zu Oschatz. Ursprünglich sollte die neue Arbeitsagentur in Freiberg ihren Sitz haben. Dort allerdings gab es keine optimalen Räumlichkeiten.