Kaserne wird Erstaufnahme

Asyl Nächste Woche treffen die ersten von bis zu 400 Flüchtlingen ein

In der nächsten Woche werden die ersten von bis zu 400 Asylbewerbern in die Erstaufnahmeeinrichtung einziehen, die vom Freistaat Sachsen auf dem Gelände der Wettiner Kaserne in Frankenberg eingerichtet wird. Die Flüchtlinge werden in einem großen Zelt auf einer mit einem Schleppdach versehenen Fläche an der Max-Kästner-Straße untergebracht, die früher zur Unterstellung von Fahrzeugen diente. Die Fläche ist rund 2000 Quadratmeter groß, auf ihr werden auch Sanitär- und Duschcontainer sowie die Essenausgabe eingerichtet. Das gesamte Gelände wird aus dem militärischen Bereich der Kaserne ausgegrenzt und von einem zivilen Wachschutzunternehmen bewacht. Der Zugang erfolgt am ehemalige Panzertor von der Max-Kästner-Straße aus. Die Erstaufnahmeeinrichtung - eine Außenstelle der Zentralen Aufnahmestelle Chemnitz, von denen es am Dienstag 31 in Sachsen gab - wird vom Freistaat betrieben und finanziert, liegt also nicht im Verantwortungsbereich der Stadt. Betreut werden die Asylbewerber durch das DRK, das unter anderem bereits in Mittweida in dieser Hinsicht aktiv ist.

Nach dem vom Landratsamt Mittelsachsen gemeinsam mit den Bürgermeistern der mittelsächsischen Kommunen abgesprochenen Verteilschlüssel soll die Stadt Frankenberg in drei Etappen bis März 2016 weitere 210 Asylbewerber zu den bereits 52 in der Meltzerstraße lebenden aufnehmen. Davon die ersten 70 noch im Oktober.

Dies die Quintessenz an reinen Fakten einer Informationsveranstaltung, zu der Bürgermeister Thomas Firmenich am Dienstagabend in das Kulturforum Stadtpark eingeladen hatte und der etwa geschätzt 400 Einwohner folgten. Neben ihm hatten acht weitere Personen im Präsidium Platz genommen, darunter Vertreter der Bundeswehr, der Landesdirektion und des Landratsamtes. Sie alle standen in einer Fragerunde den Bürgern Rede und Antwort.

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