Kein Schweigen der Hämmer

Vorgestellt Der Freibergsdorfer Hammerverein

Feiert ein Verein sein 25-jähriges Jubiläum, so ist das allein schon ein guter Grund, zu Gratulation und Würdigung. Handelt es sich dabei auch noch um den Freibergsdorfer Hammerverein, dann versteht sich das geradezu von selbst. Seit Jahrzehnten kümmern sich die Mitglieder um den Erhalt und die Pflege jenes großartigen Technischen Denkmals. Von 1607 bis 1974 wurde hier Eisen und Kupfer verarbeitet. 1979 begann man mit einer aufwendigen Sanierung, die Mitte der 1980er Jahre beendet wurde. 1986 schon gründete sich mit einer Interessengemeinschaft der Vorläufer des heutigen Vereins. "Das war damals die logische Konsequenz", sagt der heutige Vereinsvorsitzende Friedrich "Frieder" Schade. "Schon im Oktober 1990 setzten wir uns dann zusammen, und formulierten ein neues Aufgabenspektrum." Das fand sich dann in den Gründungsunterlagen 1991 wieder. Neben Erhalt und Pflege kam noch die Verpflichtung hinzu, regelmäßig Führungen und andere Veranstaltungen durchzuführen. Bis heute ist etwa das Schauschmieden an besonderen Tagen ein Publikumsmagnet.

"Jährlich schultern wir etwa 50 Veranstaltungen ehrenamtlich", so Schade. Hin und wieder stoßen jüngere Neumitglieder dazu, doch zu wenige.

"Das macht mir ernsthafte Sorgen um die Zukunft", gesteht Frieder Schade. Womöglich lassen sich junge Leute wieder für die Anlage begeistern, etwa am 16. Oktober, wenn zum Deutschen Handwerkertag der Freibergsdorfer Hammer seine Türen öffnet und die Hämmer zum Leben erwachen.wj