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Keine Angst vor großer Herausforderung

Denkmalpreis Bauherrengemeinschaft hat das Hofgut in Biensdorf mit viel Gefühl saniert

Biensdorf. 

Fast poetisch klang Falk-Uwe Langers Schilderung von dem Bach, der sich den Weg durch die Kellerräume gebahnt hatte und dem Regen, der durch das nahezu nicht mehr vorhandene Dach tröpfelte. Die Romantik verliert sich schnell, wenn man sich dann eine Sanierung des 30 Jahre leerstehenden Gebäudes vorstellt. Die Rede ist vom einstigen Hofgut in Biensdorf, das erstmals im Jahr 1454 erwähnt wurde und seither natürlich wechselnde Besitzer hatte. Und eine bewegte Vergangenheit. Einst war es das Ritterguts-Vorwerk derer von Schönberg auf Sachsenburg, später gehörte es zum Schloss Neusorge. Und ganz zuletzt wurde es als Jugendarrest genutzt.

Ekkehard Oehmichen erhielt in den 1990er Jahren das 1930 in den Besitz seiner Großeltern gelangte Gut zurück. Gemeinsam mit seiner Partnerin Inka Postrach sowie Katrin Pretzel und Johannes Doms hat er in den vergangenen Jahren das Haupthaus mit allein 700 Quadratmetern Fläche saniert. Am Sonntag erhielten die vier mit viel Enthusiasmus erfüllten Bauherren dafür den Denkmalpreis des Landkreises Mittweida. "So schön wie jetzt war das Haus wohl noch nie", meinte Laudator Falk-Uwe Langer, der nicht vergaß, den betreuenden Bauingenieur Jan Brückner aus Hainichen gebührend zu loben.

Zwei weitere Preise gingen an den Leisniger Brückenbaumeister Gerold Meißner und an Angela und Thomas Krüger aus Burgstädt. Sie erhielten die Auszeichnung für die Sanierung eines Fachwerkhauses in Klein-voigtsdorf, wo die Familie der Tochter nun ihr Zuhause gefunden hat.



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