Keine Entspannung in Sicht

Asyl Landkreis Mittelsachsen sucht weiterhin Wohnungen für Flüchtlinge

Im Landratsamt Mittelsachsen wurde jetzt eine Stabsstelle Asyl eingerichtet. Auch wenn dem Landkreis bisher keine anderen Zuweisungszahlen bekannt seien als die 3162 aufzunehmenden Personen bis Jahresende 2015, sei es aufgrund des anhaltenden Flüchtlingsstroms notwendig, weitere Unterbringungsmöglichkeiten zu schaffen - auch im Hinblick darauf, dass für das Jahr 2016 ebenfalls keine Entspannung zu erwarten ist.

Bis zum Stichtag vor einer Woche wurden der Gesellschaft für Strukturentwicklung und Qualifizierung Freiberg mbH (GSQ) rund 180 Wohnungen gemeldet, die kurz- oder mittelfristig bezugsfertig sein werden. Weitere werden derzeit überprüft. "Entscheidend ist die Unterstützung durch die Kommunen. Der gemeldete Wohnraum ist für die weitere Planung eine große Hilfe. Parallel dazu läuft bei der Landkreisbehörde weiter die Akquise nach geeigneten Objekten", so Landrat Matthias Damm. Verschiedene Beteiligten in den Kommunen beklagen indes nicht akzeptable Mietverträge von Seiten der GSQ. Nur eine der Baustellen, die der ehemalige zweite Kreisbeigeordnete Dieter Steinert zu bearbeiten hat. Er hat die neu geschaffene Stabsstelle Asyl im Landratsamt als deren Leiter übernommen. Deren Aufgabe ist es, die weitere Koordinierung der Asylunterbringung im Landkreis Mittelsachsen zu übernehmen und zu steuern.

Derweil haben auch die ersten junge Menschen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bei der Betreuung von Asylbewerbern und Flüchtlingen ableisten wollen, ihre Tätigkeit im Freistaat aufgenommen. Sachsen ist das erste Bundesland, welches Freiwilligendienste in der Flüchtlingsarbeit ermöglicht und zusätzliche finanzielle Mittel für 50 Plätze zur Verfügung stellt. Unter den Trägern befindet sich auch die Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH.