Kerstin Djoleff auf Schloss Rochsburg

Vorgestellt Schauspielerin initiiert literarisch-musikalische Programme

Besucher des Schlosses Rochsburg werden im Empfang von Museumsmitarbeiterin Kerstin Djoleff freundlich begrüßt und bei mancher Führung kann die 56-Jährige den Besuchern interessante Geschehnisse und geschichtliches Wissen vermitteln. Nicht nur dabei schlüpft die Chemnitzerin, die seit 2002 auf der Burg ihren Arbeitsplatz gefunden hat, in ein historisches Kostüm. Auch bei etlichen Trauungen überbringt sie dem Hochzeitspaar literarische Glückwünsche.

Kerstin Djoleff studierte an der Staatlichen Schauspielschule Berlin. Es folgten Theaterarrangements in Quedlinburg und Schwedt. Danach war sie in Karl-Marx-Stadt im Stadtkabinett für Kulturarbeit tätig und leitete unter anderem auch ein Amateurtheater. Schon immer schlug ihr Herz aber auch für den Motorsport, den sie ehrenamtlich unterstützte. "Durch meinen Vati kam ich im Sommer 1989 zum Motorsportclub Wismut Karl-Marx-Stadt und wurde dort Geschäftsführerin bis 1996", berichtet Kerstin Djoleff. Sie kehrte in den künstlerischen Bereich zurück und wirkte bei einer zweijährigen ABM-Maßnahme beim Miskus. Gemeinsam mit Norbert Hein war sie mit musikalisch, literarischen Stücken unterwegs. Dabei lernte sie die Rochsburg kennen und lieben. Neben der umfangreichen Museumsarbeit initiiert die Künstlerin auch musikalisch, literarische Programme, wie erst kürzlich die Herbstplaudereien mit ihrer Schwägerin Gudrun Lange. "Passend zum Thema suche ich Gedichte, Geschichten und Episoden aus, die mit thematischen Liedern präsentiert werden", berichtet Kerstin Djoleff, die regelmäßig klassische Konzerte besucht. "Mein Herz brennt nach wie vor für die Kunst, obwohl ich mich für einige Neuerungen auf der Bühne nicht begeistern kann. Faust zwischen Mülltonen findet nicht meinen Zuspruch", stellt die 56-Jährige fest. Am 2. Dezember kann man Kerstin Djoleff wieder bei einem Programm mit Gudrun Lange erleben. Diesmal steht natürlich Weihnachten mit Bräuchen und Sitten sowie Unsitten mit ernster und heiterer Lyrik auf dem Programm.