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Aktion Ein Stück von Weihnachten abgeben

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Die Freude über die gelungene Aktion war bei Schenkenden wie Beschenkten gleichermaßen groß.Foto: Wieland Josch

Freiberg . Das größte Gewusel herrscht, bevor es richtig losgeht. Eva, Philip, Jason, Klara und Georg schleppen die vielen Kartons in den Kellerraum des Asylbewerberheims an der Chemnitzer Straße. Die Fünf sind Schüler an der Freien Gemeinschaftlichen Schule "Maria Montessori" in Freiberg und sorgen an diesem Dienstag, den 20. Dezember dafür, dass die zahlreichen Geschenke, die an ihrer Schule in den letzten Wochen gesammelt wurden, auch an ihre Adressaten gelangen. Und das sind die Kinder von Flüchtlingsfamilien aus allen möglichen Ländern Europas, Asiens oder Afrikas. Angelehnt an die Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" kam im Rahmen eines Sozialprojektes an der Montessori-Schule diese Idee auf. Es war Klara, die Anfang Oktober deswegen bei Rasha Nasr, der Asylbeauftragten der Stadt, anrief. "Wir hatten selber schon überlegt, etwas in der Art zu machen, waren aber sehr dankbar, als die Kinder an uns herantraten", so Rasha Nasr. "Denn wir hätten eine Aktion dieser Größenordnung nicht stemmen können." Mit ihrem Netzwerk und auch logistisch unterstützte die Stadtverwaltung das Projekt dann intensiv. 173 Kartons mit Geschenken kamen zusammen. An der Geschenkbandfarbe sollte erkennbar sein, für welches Alter der Inhalt geeignet ist und ob für ein Mädchen oder einen Jungen bestimmt. Genau das führte erst einmal zu einem Kuddelmuddel, doch schnell bekam man das in den Griff und die Kinder bekamen ihr kleines Stück Weihnachten geschenkt.