Kindergeld: Schulabgänger haben Anspruch

ratgeber Viermonatszeitraum darf nicht überschritten werden

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Foto: Getty Images/iStockphoto/Stefan Ataman

Für viele Schülerinnen und Schüler endet bald nach den Abschlussprüfungen die Schulzeit. Für Jugendliche unter 18 Jahren wird automatisch danach Kindergeld weitergezahlt, ohne dass etwas zu veranlassen ist.

Für Schulabgänger, die bereits das 18. Lebensjahr vollendet haben, besteht auch weiterhin Anspruch auf Kindergeld, wenn innerhalb von vier Monaten nach Schulende eine Ausbildung, ein Studium oder ein Freiwilliges Jahr begonnen wird und sie noch nicht 25 Jahre alt sind.

Kein Gang zum Arbeitsamt notwendig

In diesem Fall ist keine Arbeitslosmeldung erforderlich, da die Familienkasse diesen Übergangszeitraum automatisch anerkennt. Hierbei ist wichtig, dass der Beginn der Ausbildung oder des Studiums, beziehungsweise des Freiwilligenjahres, umgehend angezeigt und der Viermonatszeitraum nicht überschritten wird.

"Mit dieser Regelung zum Übergangszeitraum wird vermieden, dass sich volljährige Kinder nur deshalb arbeitslos melden müssen, um weiterhin Kindergeld beanspruchen zu können. Die Familien müssen so auf diese wichtige Leistung nicht verzichten und Kindergeld wird unkompliziert weiter ausgezahlt", sagt Sylvio Herzog, Leiter der Familienkasse Sachsen.

Im Internet sind unter der Adresse www.familienkasse.de weitere Informationen zum Thema Kindergeld zu finden. Generell muss niemand auf Kindergeld verzichten, wenn der Nachwuchs zwischen Schule und Studium/Ausbildung oder wegen eines fehlenden Ausbildungs- beziehungsweise Arbeitsplatzes pausiert, oder ein Freiwilliges Soziales oder Ökologisches Jahr absolviert.

Zusammenfassung

Das Kindergeld wird generell bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres gezahlt. Über diese Altersgrenze hinaus, bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres, kann es Kindergeld dann geben, wenn das Kind eine Schul- oder Berufsausbildung, beziehungsweise ein Studium, absolviert oder wenn das Kind noch keine Ausbildung gefunden hat und in der Agentur für Arbeit in der Berufsberatung als Bewerber geführt wird.